Er unterrichtete Schüler

Polizist verursacht Unfall nach Koks-Konsum

Der Drogenschnelltest nach dem Unfall war positiv. Der Beamte gab weiter Verkehrsunterricht für Schüler.

Jemand konsumiert Kokain mit einem Geldschein. (Archivbild)

Jemand konsumiert Kokain mit einem Geldschein. (Archivbild)

Foto: David Ebener / picture alliance / dpa

Ein Berliner Polizist soll im März dieses Jahres unter dem Einfluss von Kokain einen Verkehrsunfall gebaut haben. Trotz des Vorfalls blieb er im Dienst und gab Verkehrserziehungsunterricht für Schülerinnen und Schüler. Zuerst berichtete die „Bild“. Wie ein Sprecher der Polizei der Berliner Morgenpost bestätigte, fuhr der Polizeibeamte am 16. März mit seinem Privatwagen am Waidmannsluster Damm Ecke Hermsdorfer Damm in Tegel auf ein Motorrad auf. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.

Positiver Drogenschnelltest bei Polizist

Die zu dem Unfall gerufenen Kollegen des Mannes testeten den Unfallfahrer auch auf Drogen. So soll der Drogenschnelltest den Missbrauch von Kokain angezeigt haben. Nach dem Bekanntwerden des Vorgangs wurde der Polizist nach Angaben eines Sprechers der Behörde zu einer anderen Dienstgruppe versetzt. Er sei jetzt in einem Funkwagen unterwegs.

Beamter gibt weiter Verkehrsunterricht

Den Verkehrsunterricht hat er weiter betreut. „Die Termine für die Fahrradausbildung und die Prüfungen waren mit den Schulen bereits abgesprochen“, sagt ein Polizeisprecher. Kurzfristig habe man keinen Ersatz finden können. „Der Beamte hat den Unterricht und die Prüfungen gemeinsam mit der hauptamtlichen Verkehrssicherheitsbeamtin des Abschnitts 23 begleitet.“

Disziplinarverfahren und Strafermittlungen

Gegen den Mann wurden nach Angaben der Polizei ein Disziplinarverfahren sowie strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

Ermittelt wird wegen des Verkehrsunfalls unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.