Friedrichshain

Rigaer Straße: Vermummte greifen Polizisten an

Im Bereich der Rigaer Straße greifen gewalttätige Linksautonome immer wieder Polizisten an. Nun kam es erneut zu Zwischenfällen.

Polizeigroßeinsatz an der Rigaer Straße

Die Polizei hat gleich mehrere Durchsuchungsbeschlüsse im Stadtgebiet vollstreckt. 560 Beamte rückten im Morgengrauen aus.

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Berlin. In Friedrichshain sind während des Pfingstwochenendes gleich mehrfach Polizeibeamte attackiert worden. Ort des Geschehens war wie so häufig bei Angriffen auf Polizisten das Gebiet um die Rigaer und die Liebigstraße. Dort hatten Angehörige der Autonomen Szene ein „Dorffest“ gefeiert. Und zum Fest gehörte es offenbar auch, Steine, Flaschen und Farbbeutel auf die ebenfalls anwesenden Polizisten zu werfen.

Wegen der als Risiko eingestuften Veranstaltung waren seit dem frühen Sonnabendmorgen auch Polizeikräfte vor Ort. Obwohl sich die Beamten zumeist im Hintergrund aufhielten, um jede Eskalation zu vermeiden, erregte ihre Anwesenheit durchgehend den Unmut der Feiernden und sonstigen Anwohner. Während des ganzen Sonnabends wurden immer wieder Beschimpfungen und Beleidigungen an die Adresse der Einsatzkräfte skandiert.

Rigaer Straße: Vermummte werfen Flaschen und Glasbehälter auf Polizeiautos

Gegen 15.15 Uhr begannen dann mehrere vermummte Personen, vom Dach eines Hauses an der Rigaer Straße Flaschen und andere mit Farbe gefüllte Glasbehälter auf die Beamten und ihre Dienstfahrzeuge zu werfen. Verletzt wurde dabei niemand, es entstand durch die Farbe lediglich Sachschaden an den Polizeifahrzeugen und weiteren geparkten Pkw.

Zu einer weiteren Attacke kam es dann in der Nacht zu Sonntag, nachdem Beamte gegen 23 Uhr einer 15-Jährigen einen Platzverweis erteilt hatten, nachdem die Jugendliche sich trotz mehrfacher Aufforderung geweigert hatte, die Fahrbahn zu verlassen. Daraufhin flogen erneut Flaschen, diesmal aus einem Haus an der Liebigstraße.

Steine und Farbbeutel treffen Polizisten

Gegen 2 Uhr flogen weitere Steine und Farbbeutel aus der Menge der Feiernden, diesmal wurde ein Beamter getroffen, zum Glück aber nur leicht verletzt. Ein letztes Mal wurden die Randalierer dann in der Nacht zu Montag aktiv, als sie gegen 2 Uhr mit Farbe gefüllte Glasbehälter auf die Beamten und ein Einsatzfahrzeug warfen.

Da sämtliche Attacken in der Dunkelheit sowie aus dem Hinterhalt und der Deckung der Häuser und Hausdächer erfolgten, konnte zunächst keiner der Täter festgenommen werden. Der Staatsschutz hat zu den Übergriffen inzwischen die Ermittlungen übernommen.