Mobilisierung

Jugendgruppen wollten sich vor Forum Köpenick schlagen

Nach Youtuber-Eskalation am Alexanderplatz: Schon wieder haben sich Jugendliche über soziale Medien zu einer Schlägerei verabredet.

Am Forum Köpenick hatten sich Jugendliche über soziale Medien zu einer Massenschlägerei verabredet.

Am Forum Köpenick hatten sich Jugendliche über soziale Medien zu einer Massenschlägerei verabredet.

Foto: Schoening Berlin / picture alliance

Berlin. Erst der Alexanderplatz, jetzt Köpenick: Schon wieder haben sich Jugendliche über soziale Medien zu einer Schlägerei verabredet. Durch den rechtzeitigen Anruf eines bisher Unbekannten beim Notruf der Polizei konnte eine Eskalation verhindert werden.

Der Unbekannte hatte am Freitag gegen 15.30 Uhr die Polizei über den Notruf über eine bevorstehende Schlägerei in Köpenick informiert. Dazu sei über verschiedene soziale Medien aufgerufen worden. Der vereinbarte Treffpunkt: das Forum Köpenick in der Bahnhofstraße.

Bewaffnet mit Messern und Schlagstöcken

Die Einsatzkräfte fuhren zu dem Einkaufszentrum und sahen mehrere Jugendliche, die beim Eintreffen der Polizei sofort flüchteten und dabei Waffen wie Messer und Schlagstöcke wegwarfen. Mit Unterstützung weiterer Polizisten wurde der Bereich zwischen dem Forum und der Alfred-Randt-Straße überwacht. Wenig später wurde eine zweite Gruppe Jugendlicher vorübergehend festgenommen. Bei diesen Jugendlichen stellten die Beamten Messer, Schlagstöcke und Elektroschocker sicher. Zwölf Jugendliche wurden zum Polizeiabschnitt gebracht und dort ihren Eltern übergeben.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost hatten sich die Jugendlichen über Instagram, Facebook und Whatsapp verabredet. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler besteht kein Zusammenhang zur Prügelei am Alexanderplatz am Donnerstag. Bei der Auseinandersetzung am Forum Köpenick soll eine Gruppe Deutscher und eine Gruppe von Migranten aufeinander getroffen sein.

Auch im Bus gab es eine Prügelei

Gegen 18.45 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Bus der Linie 169 in Höhe der Mahlsdorfer Straße gerufen. Dort schlugen sich neun Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Sie wurden überprüft und erkennungsdienstlich behandelt.

Zu weiteren Auseinandersetzungen kam es am Abend und in der Nacht nicht.

Die Einsatzkräfte leiteten insgesamt 13 Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und Beleidigung ein.

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