Ein Hund hat einem spielenden dreijährigen Mädchen in Berlin-Hellersdorf ins Gesicht gebissen. Das Kind wurde durch die Attacke am Freitagnachmittag in der Wohnung der Familie des Mädchens an der Jerichower Straße schwer verletzt, wie die Polizei am Sonnabend mitteilte. Polizisten nahmen das Tier in Gewahrsam. Der Hund gehörte einem 28 Jahre alten Bekannten der 31 Jahre alten Mutter.

Ersten Erkenntnissen zufolge spielten Mutter und Tochter mit Seifenblasen, als der Hund unvermittelt angriff. Die Mutter habe danach schnell eingegriffen und das Tier von der Dreijährigen getrennt. Das Mädchen kam zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Der Hund wurde der amtlichen Tiersammelstelle übergeben und soll von einem Tierarzt untersucht werden, wie eine Sprecherin sagte.

Zwei Beißattacken in Hellersdorf innerhalb weniger Tage

Erst am Mittwochabend hatte in Hellersdorf ein aggressiver Bullterrier zwei Frauen bei einer Attacke so schwer verletzt, dass sie in ein Krankenhaus kamen. Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Lily-Braun-Straße hatten nicht enden wollende Schreie aus einer Wohnung gehört, teilte die Polizei mit. Daraufhin hatten sie die Tür gewaltsam geöffnet und eine 19-Jährige mit schweren Handverletzungen gefunden.

Eine zweite, 49 Jahre alte Frau lag auf dem Flurboden. In ihren Arm hatte sich der Hund festgebissen. Daraufhin "fixierten" die mutigen Nachbarn laut Polizei das Tier am Boden und hielten es bis zum Eintreffen der Beamten fest. Beide Frauen kamen in eine Klinik, der Hund wurde zur Verwahrung in der Tiersammelstelle des zuständigen Bezirksamtes übergeben.

Die Frauen lebten mit dem Halter des Tieres gemeinsam in einem Haushalt, sagte eine Polizeisprecherin. Der Mann sei zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht vor Ort gewesen. Wie es mit dem Tier weitergeht, sei Sache des Bezirksamtes.

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dpa/mime