Berlin-Neukölln

Toter Obdachloser in der Ruine des Blub gefunden

In Britz haben Passanten auf dem Gelände des ehemaligen Spaßbades Blub einen toten Mann entdeckt. Der Obdachlose erfror vermutlich.

Auf dem verwahrlosten Gelände des ehemaligen Spaßbades Blub haben Passanten einen toten Mann entdeckt. Sie alarmierten die Rettungskräfte.

Auf dem verwahrlosten Gelände des ehemaligen Spaßbades Blub haben Passanten einen toten Mann entdeckt. Sie alarmierten die Rettungskräfte.

Foto: Thomas Peise

Berlin. Auf dem Gelände des ehemaligen Spaßbades „Blub“ in Berlin-Neukölln ist ein toter Obdachloser gefunden worden. Passanten hatten den 51 Jahre alten Mann am Donnerstag gegen 23 Uhr entdeckt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Demnach hatte der Mann keinen festen Wohnsitz. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es laut Polizei nicht. Eine Obduktion ist für die übernächste Woche geplant.

Bereits letzten Sonntag hatte eine Passantin im Volkspark Humboldthain einen toten Obdachlosen auf einer Parkbank gefunden. In diesem Fall wurde eine Obduktion der Leiche des 55-Jährigen angeordnet. Die Obduktion war bis Freitag nicht erfolgt. In den vergangenen Nächten lagen die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Sollte einer der Toten erfroren sein, hätte Berlin dem ersten nachgewiesenen Kältetoten des Winters zu verzeichnen.

Das 1985 eröffnete und einst sehr beliebte Freizeitbad „Blub“ ist seit 2005 geschlossen. Seitdem verfällt es. Die Ruine zieht - ähnlich wie etwa die Ex-Abhörstation auf dem Teufelsberg - Jugendliche, Graffiti-Sprayer und Hobbyfotografen an. Es gab nächtliche Partys und 2016 einen Großbrand. Die Polizei riet vergangenen Sommer Neugierigen vom Betreten ab, weil es auf dem Gelände vermehrt zu Straftaten kam. Das Gelände sei zudem eingezäunter Privatbesitz und manche Gebäudeteile einsturzgefährdet.

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