Razzia

35 Kilogramm illegaler Shisha-Tabak beschlagnahmt

In Kreuzberg und Neukölln haben Ermittler bei einer Razzia illegalen Shisha-Tabak, Waffen und viel Bargeld entdeckt.

Der Tabak wird in Hinterzimmern angemischt

Der Tabak wird in Hinterzimmern angemischt

Foto: Privat

Berlin. Erster gezielter Einsatz und gleich ein Treffer: In der Nacht von Donnerstag zu Freitag hat die neu ausgerichtete gemeinsame Ermittlungsgruppe (EG) Zig von Landeskriminalamt und Zollfahndungsamt in Neukölln an der Treptower Straße und Kreuzberg an der Gneisenaustraße zwei Shisha-Bars kontrolliert. Dabei stellten die Beamten 35 Kilogramm illegalen Shisha-Tabaks und eine zu hohe Kohlenmonoxid-Konzentration fest. Ein Gast führte zudem einen Schlagstock mit sich, ein weiterer 10.000 Euro in bar.

An dem Einsatz waren neben dem LKA und Zollfahndern auch Beamte einer Einsatzhundertschaft beteiligt. Die beiden kontrollierten Shisha-Bars sind bekannte Läden. Nach Informationen der Berliner Morgenpost gilt die Kreuzberger Shisha-Bar als relevanter Treffpunkt im Bereich der Organisierten Kriminalität. Auch bei der Kontrolle am Donnerstagabend hielten sich in der Bar 60 Männer auf. "Für uns geht es bei solchen Einsätzen darum, Präsenz zu zeigen", sagte ein Beamter der Berliner Morgenpost.

Beamte gehen dem Verdacht der Steuerhehlerei nach

Bei den 35 Kilogramm beschlagnahmten Shisha-Tabak gehen die Ermittler dem Verdacht der Steuerhehlerei nach. Denn der Tabak soll über das erlaubte Maß mit Glycerin und Molasse angefeuchtet worden sein. Neukölln praktiziert seit Jahren das Konzept der behördenübergreifenden Einsätze. Diese sollen nun auch immer häufiger in andern Stadtteilen stattfinden. Ermittler beobachten, dass Kriminelle in andere Stadtteile abwandern, weil der Kontrolldruck in Neukölln hoch ist. Die EG Zig kümmerte sich in der Vergangenheit hauptsächlich um Zigarettenschmuggel, wird sich aber in Zukunft verstärkt um den Handel und Verkauf mit illegalem Shisha-Tabak kümmern.

Mehr zum Thema

Senat plant weitere Maßnahmen gegen kriminelle Clans

Shisha-Bars wehren sich gegen Gesetzesvorhaben

Auch Berlin plant härtere Regeln für Shisha-Bars

Shisha-Bars werden zum Brennpunkt