Kriminalität

Polizei-Blog: Schüsse bei Polizeikontrolle

Aktuelle Meldungen vom 30. Dezember von der Polizei und der Feuerwehr aus Berlin. Hier finden Sie eine Übersicht in unserem Blog.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. (Symbolfoto)

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. (Symbolfoto)

Foto: Friso Gentsch / dpa

+++ Fahrzeug fährt bei Kontrolle auf Polizisten zu - Schüsse in Reifen +++

Bei einer Fahrzeugkontrolle in der Nacht zu Sonntag in Moabit hat ein Polizist auf einen flüchtenden Mercedes geschossen. Verletzt wurde niemand.

Gegen 1.30 Uhr fiel den Polizisten einer Einsatzhundertschaft ein Mercedes an der Berlichingenstraße auf, da der Mercedes, ein Mietfahrzeug, nicht ordnungsgemäß parkte, sondern in einem 90-Grad-Winkel zum Bürgersteig auf der Fahrbahn stand. Die Beamten sprachen die beiden Männer in dem Pkw an und baten um die Papiere. Der 37-jährige Fahrer mit türkischer Staatsangehörigkeit händigte auch bereitwillig seinen Führerschein aus, der Beifahrer machte mündliche Angaben zu seiner Person.

Aufgrund der Umstände und verschiedener Verdachtsmomente, wollten die Polizisten das Fahrzeug durchsuchen und teilten das auch den beiden Männern mit. Daraufhin verlangten sie, mit ihren Anwälten sprechen zu wollen. Nach Angaben der Polizei räumte man ihnen auch die Zeit ein, die Anwälte anzurufen. Während die Beamten warteten, startete der 37-Jährige plötzlich den Motor und fuhr auf einen Beamten, der vor dem Pkw stand. Der konnte sich mit einem Sprung zur Seite retten und gab laut Polizei aus sehr kurzer Entfernung zwei Schüsse auf den Vorderreifen ab. Die Entfernung zu dem Pkw sei so gering gewesen, dass man davon ausgehe, dass der Pkw auch getroffen wurde, hieß es. Der Mercedes fuhr dennoch weiter und flüchtete in Richtung Huttenstraße. Bislang fehlen trotz Fahndung noch jede Spur vom Pkw und den beiden Insassen.

+++ Autofahrer flüchtet vor Polizei - Festnahme +++

Ein Autofahrer hat am Sonntagvormittag versucht, in Moabit vor der Polizei zu flüchten. Gegen 10.40 wollten einer MItteilung der Polizei zufolge ein Verkehrspolizist und seine Kollegin einen Ford an der Ecke Stromstraße und Alt-Moabit einen Ford kontrollieren, weil dessen hinteres Nummernschild verschmutzt und damit nicht mehr lesbar war. Zudem war der Wagen im Frontbereich beschädigt. Der Autofahrer hielt jedoch nicht an, sondern raste davon. Die Polizisten nahmen mit Blaulicht und Martinshorn die Verfolgung auf. Der Ford-Fahrer rammte zunächst an der Kirchstraße einen stehenden Opel, fuhr aber dennoch weiter. Dabei missachtete er an mehreren Kreuzungen die rote Ampel. In Höhe der Katharina-Paulus-Straße fuhr der Flüchtende auf den Gehweg und rannte in die nah gelegene Grünanlage. Dort konnten ihn die Beamten allerdings nach kurzer Verfolgung stellen und festnehmen.

Wie sich schließlich herausstellte, war der Ford bereits abgemeldet und damit nicht versichert. Die Kennzeichen waren im Frühjahr in Kreuzberg gestohlen worden. Im Kofferraum fanden die Beamten mehrere hochwertige Fahrradteile, die zu mindestens sieben Fahrrädern gehören. Gegen den Mann laufen jetzt Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung, Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Verkehrsunfallflucht und wegen des Verdachts der Hehlerei.

+++ „Antänzer“ festgenommen +++

Ein Polizeibeamter und eine Polizeibeamtin nahmen gestern Abend in Mitte einen mutmaßlichen Dieb fest. Ein 26-Jähriger Mann war mit seiner Freundin gegen 20 Uhr auf einem Polizeiabschnitt in der Friedrichstraße erschienen und hatte angezeigt, dass ihm kurz zuvor auf dem Gendarmenmarkt sein Handy gestohlen worden war. Zwei Männer hatten das Paar gegen 19 Uhr angesprochen und im weiteren Verlauf bedrängt und den Mann angetanzt. Wenig später hatte dieser festgestellt, dass ihm sein Handy entwendet worden war.

Da es ihm technisch möglich war, das Handy zu orten, fuhren eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter in zivil mit dem Paar in ein Einkaufszentrum am Leipziger Platz. In einem Geschäft erkannten die bestohlenen die Tatverdächtigen wieder. Als die Polizeikräfte sich daraufhin als solche zu erkennen gaben und die Tatverdächtigen festnehmen wollten, gelang es zunächst beiden zu flüchten. Ein 32-Jähriger riss in dem Geschäft noch eine Vitrine ein und rannte dann davon.

Dem Polizisten gelang es noch ihm Reizstoff ins Gesicht zu sprühen, woraufhin der Flüchtende ins Straucheln geriet und schließlich eingeholt und festgenommen werden konnte. Hierbei leistete er Widerstand, indem er heftig um sich trat und schlug. Gemeinsam gelang es den Polizeikräften schließlich den Mann zu fixieren und ihn zu fesseln. Bei der Durchsuchung des Festgenommenen konnten neben diversem mutmaßlichem Diebesgut auch mehrere Kreditkarten und fremde Geldbörsen gefunden werden. Die Ermittlungen, auch zu dem Komplizen, dauern an. Der Polizist erlitt bei der Festnahme eine Verletzung an der Hand, die in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Er verblieb jedoch im Dienst.

+++ Fußgänger bei Unfall in Gesundbrunnen schwer verletzt +++

Ein 29-Jähriger Mann war in Gesundbrunnen gegen 20 Uhr mit seinem Peugeot an der Hochstraße in Richtung Gerichtstraße unterwegs und erfasste den 32-Jährigen, der von rechts die Straße überqueren wollte. Der Fußgänger erlitt Kopf-, Rumpf- und Beinverletzungen, wurde zunächst von einem Notarzt und Rettungssanitätern am Ort versorgt und kam anschließend zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

+++ Verkehrsunfall an der Karl-Marx-Straße - Fünf Leichtverletzte +++

Ein 20-Jähriger fuhr gegen gegen 22.40 Uhr mit einem Seat auf der Karl-Marx-Straße in Neukölln in Richtung Emser Straße und geriet aus bislang unbekannter Ursache in den Gegenverkehr. Dort stieß er mit einem entgegenkommenden Renault zusammen, mit dem ein 56-Jähriger in der Karl-Marx-Straße in Richtung Kirchhofstraße unterwegs war. Hinter dem Renault fuhr ein 52-Jähriger mit seinem Nissan, der durch eine Vollbremsung eine Kollision mit dem Renault verhindern konnte. Die drei Autofahrer sowie Insassen des Renaults, zwei Männer im Alter von 28 und 40 Jahren, erlitten leichte Verletzungen und wurden in Krankenhäusern ambulant behandelt.

+++ Wohnungsbrand in Westend - Vier Verletzte +++

Bei einem Wohnungsbrand in Westend sind vier Menschen verletzt worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, brach das Feuer am Samstagabend in einem Mehrfamilienhaus in der Nußbaumallee aus. Innerhalb kurzer Zeit standen mehrere Einrichtungsgegenstände in der Wohnung im dritten Stock in Flammen. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gefahren. Die Brandursache stand noch nicht fest.

+++ Zwei Männer von fünf Jugendlichen attackiert und beraubt +++

Nach Angaben der beiden 42 und 37 Jahre alten Männer waren sie gegen 1.10 Uhr auf einem von der Baruther Straße abgehenden Verbindungsweg zur Solmsstraße in Kreuzberg unterwegs, als sie plötzlich von den fünf Jugendlichen oder jungen Männern eingeholt und umringt wurden. Diese forderten das Aushändigen von Wertsachen und verliehen ihrer Forderung Nachdruck, indem sie ihre Opfer mehrfach schlugen und traten. Die Angegriffenen händigten schließlich Bargeld, ein Smartphone sowie Geldkarten aus, zu denen die Kriminellen sich durch Gewalt auch noch die entsprechenden Sperrcodes und Geheimnummern erzwangen. Erst als zwei unbekannt gebliebene Passanten hinzukamen, ließen die Räuber von den beiden Männern ab und flüchteten. Beide Männer erlitten Verletzungen, lehnten jedoch die Alarmierung von Rettungskräften ab und gaben an, sich selbst in ärztliche Behandlung zu begeben. Die Ermittlungen wegen gemeinschaftlichen Raubes dauern an.

+++ Haftbefehl nach erneutem Einbruch in die "Therme" +++

Nach bisherigen Erkenntnissen betrat ein Verantwortlicher gestern gegen 5.10 Uhr die "Therme" an der Nürnberger Straße in Charlottenburg, hörte Geräusche und alarmierte die Polizei. Einsatzkräfte entdeckten bei der abschließenden Absuche in den Räumen einen 19-Jährigen, der sich hinter einer Bräunungsliege versteckt hatte und nahmen ihn vorläufig fest.

Der junge Mann hatte in der Therme offenbar versucht, Schließfächer aufzuhebeln und soll auch Alkohol an der Bar konsumiert haben. Bereits vergangene Woche, am Samstag, den 22. Dezember 2018 war in die Therme eingebrochen worden. Ermittler konfrontierten den 19-Jährigen mit dem Wissen über den Einbruch, woraufhin er diesen und auch die Tat von gestern gestand. Der bereits in der Vergangenheit mit Einbrüchen in Erscheinung getretene Festgenommene wurde gestern einem Haftrichter vorgeführt, erhielt einen Haftbefehl und sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

+++ Spätkauf in Alt-Treptow überfallen +++

Zwei Maskierte betraten das Geschäft in der Lohmühlenstraße in Alt-Treptow gegen 22.20 Uhr und begab sich sofort hinter den Verkaufstresen. Einer der beiden hielt dem 34 Jahre alten Angestellten dann einen Revolver vor und forderte Geld sowie Zigaretten. Neben der Drohung mit der Waffe, schlug einer der beiden Kriminellen den Mann außerdem gegen Kopf und Arm, während sein Komplize Zigaretten aus dem Regal nahm. Als es dem 34-Jährigen nicht schnell genug gelang die Kasse zu öffnen, flüchteten die Kriminellen. Ein 46-jähriger Kunde, der sich ebenfalls im Geschäft befand, stellte einem der beiden noch ein Bein, der Flüchtende stolperte daraufhin, konnte sich jedoch abfangen und wegrennen. Der 34-Jährige hatte Schmerzen, verzichtete jedoch auf ärztliche Betreuung.

+++ Brandstiftung an Pkw in Spandau +++

In der vergangenen Nacht brannte ein BMW im Spandauer Ortsteil Hakenfelde. Gegen 2.35 Uhr bemerkte ein Passant die Flammen an dem Pkw, der auf einem Werkstattgelände in der Rauchstraße parkte, und alarmierte Polizei und Feuerwehr. Der Wagen brannte innen komplett aus. Ein Brandkommissariat hat die Ermittlungen übernommen.

+++ Cocktailbar in Neu-Hohenschönhausen überfallen +++

Ein unbekanntes Duo betrat kurz nach 4 Uhr die Bar am Prerower Platz in Neu-Hohenschönhausen, bedrohten einen 30 Jahre alten Angestellten mit einer Schusswaffe und forderten Geld. Ein Täter lief dann hinter den Tresen, griff ihn die Kasse und entnahm das Geld. Anschließend flüchtete das Räuber-Duo. Das Raubkommissariat ermittelt.

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