Polizeieinsatz

Vier Polizisten von PKK-Anhängern schwer verletzt

Bei einem "Solidaritätskonzert" in Neukölln am Sonntag sind mehrere Beamte attackiert und verletzt worden. Es gab mehrere Festnahmen.

Vier Polizisten und eine Polizistin wurden  zum Teil schwer verletzt, drei von ihnen mussten mit Kopf- und Gesichtsverletzungen in Krankenhäusern behandelt werden.

Vier Polizisten und eine Polizistin wurden zum Teil schwer verletzt, drei von ihnen mussten mit Kopf- und Gesichtsverletzungen in Krankenhäusern behandelt werden.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Berlin. Am Rande eines „Solidaritätskonzertes“ für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK sind in Neukölln Polizeibeamte von einer aggressiven Gruppe angegriffen worden. Vier Polizisten und eine Polizistin wurden dabei zum Teil schwer verletzt, drei von ihnen mussten mit Kopf- und Gesichtsverletzungen in Krankenhäusern behandelt werden. Sechs der Angreifer konnten festgenommen werden, gegen sie wird jetzt wegen diverser Straftaten, darunter Widerstand, Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung ermittelt.

Bereits während der Veranstaltung am Sonntagnachmittag an der Hasenheide registrierte die Polizei mehrfach Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Unter anderem seien Fahnen der verbotenen PKK und Bilder ihres Vorsitzenden Öcalan gezeigt worden, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Bei der Überprüfung mehrerer Verdächtiger identifizierten die Beamten auch drei Männer, die wegen früherer Straftaten gesucht wurden und nahmen sie fest. Bei einem der Festgenommenen handelte es sich um einen 23 Jahre alten Rapper, der bei dem Konzert aufgetreten war. Als dessen 60-jähriger Vater die Festnahme seines Sohnes bemerkte, griff er die Beamten an und versuchte, seinen Sohn zu befreien. Er wurde daraufhin ebenfalls vorläufig festgenommen.

Zwei Frauen benötigen beim Konzert medizinische Hilfe

Die Situation eskalierte vollends, als zwei Frauen unter den Konzertbesuchern medizinische Behandlung benötigten, eine von ihnen war bewusstlos zusammengebrochen. Als die Polizisten bis zum Eintreffen von alarmierten Rettungskräften die medizinische Sofortbehandlung der Bewusstlosen vornahmen, wurden sie von einer Gruppe zunehmend aggressiver auftretender Männer zunächst beschimpft und dann mit Schlägen und Tritten angegriffen. Dabei kam es zu den schweren Verletzungen der fünf Beamten.

Zwei der insgesamt etwa zehn Angreifer konnten ebenfalls festgenommen werden. Eine kurdische Nachrichtenagentur berichtete dagegen am Montag von Übergriffen der Polizeibeamten auf die Besucher des Konzertes. Die Polizei dementierte das entschieden.

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