Landesvertretung Sachsen

Rund 1000 Menschen demonstrieren gegen Rechtsextremismus

Vor der Landesvertretung von Sachsen auf der Spreeinsel in Berlin-Mitte versammelten sich am Freitag rund 1000 Menschen.

Ein Transparent mit der Aufschrift "Sachsen! Stopp den Mob" bei der  Kundgebung gegen Rechts vor der Sächsischen Landesvertretung zu sehen

Ein Transparent mit der Aufschrift "Sachsen! Stopp den Mob" bei der Kundgebung gegen Rechts vor der Sächsischen Landesvertretung zu sehen

Foto: dpa

Berlin. Erneut haben in Berlin zahlreiche Demonstranten gegen Rechtsextremisten und Ausländerfeindlichkeit protestiert. Vor der Landesvertretung von Sachsen in der Brüderstraße auf der Spreeinsel in Berlin-Mitte versammelten sich am Freitagnachmittag rund 1000 überwiegend junge Menschen. Sie trugen Transparente mit der Aufschrift „Sachsen. Stopp den Mob“ und „say no to racism“. Die Polizei sprach von mehreren hundert Teilnehmern und einem friedlichen Verlauf. 70 Polizisten waren im Einsatz.

In Neukölln hatten am Donnerstagabend 5000 Menschen demonstriert. Sie zogen vom Hermannplatz am Rathaus Neukölln vorbei zur Sonnenallee. Auch diese Demonstration hatte sich gegen die Ausschreitungen und Zusammenstöße der vergangenen Tage in Chemnitz gerichtet.

Am Sonntag war in Chemnitz ein 35 Jahre alter Deutscher durch Messerstiche getötet worden. Ein Iraker und ein Syrer sitzen als Verdächtige im Gefängnis. Nach der Tat zogen überwiegend rechtspopulistische und rechtsextreme Demonstranten durch die Stadt. Einige griffen Ausländer an.

Für das Wochenende waren bis zum Freitag keine weiteren Demonstrationen zu dem Thema angemeldet. Im Internet gab es allerdings einzelne Aufrufe.

Mehr zum Thema:

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer wirkt ratlos

Nach Vorfällen in Chemnitz ist wehrhafte Demokratie gefragt

„Stopp den Mob“ - zwei Demos gegen Rechts in Berlin