Kriminalität

Kinderporno-Razzia - Großeinsatz der Berliner Polizei

LKA-Ermittler durchsuchten Wohnungen in mehreren Bezirken. Bei einem Verdächtigen lief ein Kinderporno, als die Ermittler eintrafen.

Konfiszierte Rechner und Festplatten nach einer Razzia wegen Kinderpornografie (Archivbild)

Konfiszierte Rechner und Festplatten nach einer Razzia wegen Kinderpornografie (Archivbild)

Foto: dpa

Berlin. Wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie haben Ermittler des Landeskriminalamtes zusammen mit der Staatsanwaltschaft am Donnerstagvormittag 15 Wohnungen in den Bezirken Reinickendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Pankow, Lichtenberg, Mitte, Treptow-Köpenick, Tempelhof-Schöneberg und Marzahn-,Hellersdorf durchsucht. Eine weitere Durchsuchung schloss sich im Land Brandenburg an.

In einer Wohnung in Lichtenberg überraschten die Ermittler einen 58-Jährigen, bei dem auf einem Computerbildschirm kinderpornografische Szenen liefen. Ein weiterer 58-jähriger Verdächtiger in Reinickendorf gestand, in der Vergangenheit ein Kind sexuell missbraucht und das auch gefilmt zu haben. Er wurde für weitere Maßnahmen auf eine Polizeidienststelle gebracht und kam anschließend wieder auf freien Fuß.

An dem Einsatz waren fast 80 Polizeibeamte beteiligt, die knapp 150 Datenträger wie Handys, Computer und Festplatten sowie über 900 weitere Speichermedien wie CDs, DVDs und Videokassetten sicherstellten. Das Material wird nun ausgewertet.

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