Amateurfußball

60 Personen gehen nach Kreisliga-Spiel aufeinander los

Der Kick zwischen dem SV Blau-Gelb Berlin und dem SC Minerva geriet völlig aus dem Ruder. Es kam zu Beleidigungen und Prügeleien.

Amateurfußball (Symbolbild)

Amateurfußball (Symbolbild)

Foto: Daniel Reinhardt / picture alliance / Daniel Reinha

Berlin.  Das Fußballspiel SV Blau-Gelb Berlin gegen den FC Minerva am Sonnabendnachmittag in Pankow geriet nach rassistischen Beleidigungen völlig aus dem Ruder. Die Polizei schrieb Anzeigen wegen Landfriedensbruch, Körperverletzungen und Beleidigungen.

Die Partie war gegen 14 Uhr auf einem Sportplatz an der Rennbahnstraße angepfiffen worden. Nach Angaben der Polizei sollen dann einige Fans der Heimmannschaft SV Blau-Gelb Berlin während der Partie Anhänger des Gastvereins SC Minerva rassistisch beschimpft haben. Ruppig soll es auch auf dem Spielfeld zugegangen sein. Nur fünf Minuten vor dem Spielende zeigte der Schiedsrichter einem Spieler der Gastmannschaft bei einer 3:2-Führung seines Teams die rote Karte. Der SV Blau-Gelb nutzte die Überzahl und drehte das Spiel. Der Heimmannschaft aus Weißensee gelangen noch zwei Treffer zum 4:3-Endstand. Und mit dem Abpfiff begann die Prügelei.

50 bis 60 Personen an der Prügelei beteiligt

Nach ersten Ermittlungen der Polizei soll der Torwart von Minerva ein Vorstandsmitglied der gegnerischen Mannschaft angegriffen haben. Dabei ist der Mann zu Boden gegangen. Laut Polizei war das der Auslöser, denn nur wenig später kam es zu einer wilden Prügelei. Gegen 16 Uhr hätten sich Spieler beider Mannschaften sowie die Fans geprügelt. Nach Aussagen der Polizei sollen zwischen 50 und 60 Personen daran beteiligt gewesen sein.

Erst mit dem Eintreffen der alarmierten Polizei habe sich die Lage beruhigt, hieß es. Bei den Auseinandersetzungen wurden drei Männer im Alter von 31, 46 und 50 Jahren leicht verletzt. Die Auseinandersetzung verschaffte der Polizei am Nachmittag noch reichlich Schreibarbeit. Von 32 Fußballspielern im Alter zwischen 18 und 50 Jahren und mehreren Zeugen stellten die Einsatzkräfte die Personalien sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Personen am Ort entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

Der Vorfall am vergangenen Sonnabend ist kein Einzelfall. Nahezu an jedem Wochenende kommt es zu Zwischenfällen auf Fußballplätzen. Entweder gehen die Spieler aufeinander los, oder Schiedsrichter werden angegriffen. Im Oktober vergangenen Jahres endete ein Jugendfußballspiel mit einer Prügelei vor dem Stadion. Nach dem Spiel BSV Hürtürkel gegen den FV Wannsee in der 1. C-Junioren-Klasse kam es zu einer Auseinandersetzung. Mindestens ein Spieler von Hürtürkel und mehrere Anhänger des Vereins hatten Wannsee-Spieler nach dem Spiel angegriffen. Der Torhüter wurde geschlagen und kam zur Untersuchung in ein Krankenhaus.

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