Kriminalität

Zwei Tötungsdelikte beschäftigen die Berliner Polizei

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Charlene Rautenberg
Gastwirt Dragisa Katanic wurde beraubt und getötet. Die Polizei sucht Zeugen

Gastwirt Dragisa Katanic wurde beraubt und getötet. Die Polizei sucht Zeugen

Foto: Polizei BerlinC/Collage BM

Ein Gastwirt und eine 30-jährige Frau sind am Wochenende in der Nähe ihres Wohnortes gefunden worden. Die Polizei bittet um Hinweise.

Berlin. Seit dem Wochenende beschäftigen zwei Mordfälle die Polizei: In der Nacht zu Sonntag entdeckten Anwohner gegen 23.45 Uhr am Spandauer Hauskavelweg den 63-jährigen serbischen Gastwirt Dragisa Katanic, der unweit seines Hauses niedergestochen wurde und noch am Tatort seinen Verletzungen erlag. Am Sonntagvormittag fanden Spaziergänger an einem Bahngelände in Pankow die Leiche einer 30-jährigen Frau, die ebenfalls in der Nähe des Fundortes wohnte, so die Polizei.

Im Fall des Gastwirts wurden nun neue Details bekannt: Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde der Mann Opfer eines Raubmordes. Am Tatort wurde ihm offenbar seine 25 mal 15 Zentimeter große Tasche geraubt. Ob der Täter Geld oder Wertgegenstände erbeutete, ist noch unklar.

Die bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben, dass er vor seiner Ermordung auf dem Nachhauseweg von dem Restaurant „Mila“ an der Havelstraße war, das er als Mitinhaber betreibt. Nachdem er das Lokal in der Spandauer Altstadt gegen 23 Uhr verlassen hatte, stieg er in einen Bus der Linie M37. Passanten hatten den schwer verletzten Mann am Sonnabend gegen 23.45 Uhr auf dem Gehweg entdeckt und zusammen mit der Polizei vergeblich versucht, ihn wiederzubeleben. Eine Sofortobduktion am Sonntag ergab, dass er Opfer eines Tötungsdelikts geworden war.

Nun wird nach Zeugen gesucht, die in der Nacht zu Sonntag am Tatort, nahe dem Restaurant oder auf dem Heimweg des Ermordeten verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Um auf den Fall aufmerksam zu machen, hängte die Polizei am Dienstagnachmittag außerdem am Tatort und in umliegenden Straßen Plakate mit einem Foto des Getöteten auf. In einem Zeugenaufruf im Internet wurde ein Foto der geraubten Tasche veröffentlicht.

Tote war zuvor als vermisst gemeldet worden

Zu der 30-jährigen Frau, die in Pankow getötet worden war, wollte sich die Staatsanwaltschaft auch am Dienstagabend nicht äußern. Wie am Montagnachmittag bekannt wurde, hatte ein Spaziergänger ihre Leiche am Sonntagvormittag an der Straße Esplanade Ecke Dolomitenstraße entdeckt. Beamte konnten sie schnell als eine seit Sonnabend als vermisst gemeldete Melanie R. identifizieren.

Wegen der sogenannten Auffinde­situation wird von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Laut Informationen der Berliner Morgenpost lag die Leiche schon längere Zeit am Fundort – der Verwesungsprozess war bereits fortgeschritten. In beiden Fällen dauern die Ermittlungen der Mordkommission an.

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