Schöneberg

Mann schießt Böller auf Polizisten, Menge feuert ihn an

An der Pallasstraße wurde ein Polizist von einem Feuerwerkskörper getroffen. Ein 20-Jähriger flüchtete und wurde dabei angefeuert.

Alle Jahre wieder wird In Berlin sinnlos geböllert

Alle Jahre wieder wird In Berlin sinnlos geböllert

Foto: Tobias Kleinschmidt / dpa

Berlin. Der Schöneberger Norden gehört in der Silvesternacht zu den No-go-Areas für Menschen, die nicht mit Böllern beworfen werden wollen. Bereits in der Nacht zu Sonntag wurde nun ein Polizeibeamter in der Pallasstraße Ecke Potsdamer Straße von einem Feuerwerkskörper getroffen, blieb aber glücklicherweise unverletzt.

Der Beamte war Teil einer Einsatzhundertschaft, die am Sonnabend gegen 22 Uhr unterwegs war, um das Zünden von Pyrotechnik durch etwa 30 bis 40 Personen zu unterbinden. Ein 20-Jähriger zündete trotzdem eine sogenannte „Batterie“ und hielt sie in Richtung der Polizisten. Von der Menge angefeuert, versuchte der 20-Jährige zu flüchten. Beamte ergriffen ihn und brachten ihn zur erkennungsdienstlichen Behandlung in eine Gefangenensammelstelle, die er anschließend wieder verlassen konnte.

Gegen den 20-Jährigen wird unter anderem wegen besonders schwerem Landfriedensbruch ermittelt. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) verurteilte den Angriff: „Hoffentlich wird der Festgenommene einen Richter kennenlernen“, schrieb die Gewerkschaft auf Twitter. Die Kollegen von der Berliner Polizei schütze den Bürger - und werde von „kopflosen Horden attackiert“.

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