Lichtenberg

Unfallserie mit Carsharing-Autos in Berlin reißt nicht ab

Immer wieder sind Autos von Carsharing-Unternehmen in Unfälle verwickelt. In der Nacht schrottete ein Mietwagen mehrere Fahrradständer.

Das verbeulte Fahrzeug der Carsharing-Firma nach dem Unfall

Das verbeulte Fahrzeug der Carsharing-Firma nach dem Unfall

Foto: Thomas Peise

Am Bahnhof Lichtenberg in der Weitlingstraße ist in der Nacht ein Mietwagen in mehrere Fahrradständer gefahren. Der Fahrer war mit seinem Wagen von der Straße abgekommen. Einen Radfahrer soll das Auto nach ersten Informationen nur knapp verfehlt haben. Der Fahrer des Mietwagens musste sich einer Atemalkoholkontrolle unterziehen.

Schon am Mittwochabend war ein Carsharing-Auto am Alexanderplatz in einen Unfall verwickelt gewesen. Kritiker werfen den Firmen vor, den Straßenverkehr gefährlicher zu machen, weil die Autos meistens nur für Minuten und Stunden vermietet und bezahlt werden, so dass Fahrer besonders schnell unterwegs seien, um Geld zu sparen.

Genaue Zahlen dazu gibt es aber nicht, weil die Polizei Unfälle mit den Carsharing-Autos nicht speziell erfasst. Die Vermieterfirmen halten ihre Statistiken über gefahrenen Kilometer und Unfälle geheim, so dass es nicht bekannt ist, ob die Fahrer dieser Autos häufiger an Unfällen schuld sind.

Am 15. Oktober verlor ein angetrunkener 21-jähriger Autofahrer in Wilmersdorf die Kontrolle über das Auto einer Carsharing-Firma, geriet ins Schleudern und überschlug sich. Am 19. August starb ein 18-jähriger Mann nach einer Spritztour mit zwei anderen jungen Männern in einem Carsharing-Auto. Das Opfer war ausgestiegen und dann von dem Auto mit einem der beiden anderen Männer am Steuer überfahren worden.

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