Volkspark Friedrichshain

Berliner Polizei fahndet mit Opfer-Foto nach Täter

Spaziergänger machten am Sonntagmorgen den schrecklichen Fund im Volkspark Friedrichshain. Der Mann wurde erstochen.

Mit der Veröffentlichung eines Bildes des getöteten Italieners erhoffen sich die Ermittler Hinweise aus der Bevölkerung

Mit der Veröffentlichung eines Bildes des getöteten Italieners erhoffen sich die Ermittler Hinweise aus der Bevölkerung

Foto: Polizei Berlin/Montage: BM

Mit einer Öffentlichkeitsfahndung will die Polizei jetzt den Mord an einem Italiener im Volkspark Friedrichshain aufklären. Am Montag veröffentlichte die Polizei ein Foto des Opfers. Die Ermittler wollen wissen: Wer kennt das Opfer und kann Auskunft zu seinen Lebensgewohnheiten und Bekannten machen? Wer hat sich am Sonntag, den 14. Mai 2017, im Zeitraum von 1 bis 5 Uhr im Volkspark Friedrichshain aufgehalten und verdächtige Beobachtungen gemacht? Gibt es Taxifahrer, die in diesem Zeitraum in der Umgebung des Parks Fahrgäste aufgenommen oder abgesetzt haben? Hinweise nimmt die 3. Mordkommission unter (030) 4664-911333 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Noch am Sonntag hatten Staatsanwaltschaft und Polizei die Obduktion des Toten angeordnet. Das Ergebnis: Bei dem Mann handelt sich um den 34-jährigen Stefan Unterweger aus Italien. Weiter heißt es in der Polizeimeldung: "Die anberaumte Obduktion des homosexuellen Opfers ergab, dass es durch mehrere Stiche in den Oberkörper tödlich verletzt wurde." Zum Tatwerkzeug selbst machte die Polizei keine genaueren Angaben. Durch die bisherigen Ermittlungen haben die Spezialisten aber den Tatzeitraum eingrenzen können. Demnach wurde der 34-Jährige in der Nacht zum Sonntag zwischen 2 und 5 Uhr angegriffen und so schwer verletzt, dass er wenig später starb. Die Spurensicherung hat offenbar ergeben, dass sich die Tat unmittelbar am späteren Fundort des Toten abgespielt haben muss. Über ein Tatmotiv besteht noch keine Klarheit.

Im Volkspark Friedrichshain müssen sich am Sonntagmorgen dramatische Szenen abgespielt haben. Auf einem der Wege, die zum Grillplatz auf dem "kleinen Bunkerberg" führen, entdeckte ein Spaziergänger den schwer verletzten Mann. Er rief Polizei und Rettungskräfte, die sofort damit begannen, den Mann wiederzubeleben. Beinahe eine Stunde hat ein Notarzt versucht, das Leben des Mannes zu retten – ohne Erfolg. Von dem oder den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Es ist nicht die erste schwere Straftat, die sich dieses Jahr im Volkspark Friedrichshain ereignet hat. Vor einigen Wochen wurde ein 16-Jähriger bei einem Streit so schwer verletzt, dass er notoperiert werden musste.

Die Mordkommission fragt nun:

  • Wer hat sich am Sonntag, den 14. Mai 2017, im Zeitraum von 1 bis 5 Uhr im Volkspark Friedrichhain aufgehalten und verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
  • Gibt es Taxifahrer, die in diesem Zeitraum in der Umgebung des Parks Fahrgäste aufgenommen oder abgesetzt haben?
  • Wer kannte das Opfer und kann Auskunft zu seinen Lebensgewohnheiten und Bekannten machen?

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission in 10787 Berlin-Tiergarten, Keithstraße 30, unter der Rufnummer (030) 4664-911333, per Email oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Zur Startseite
© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.