Berlin-Wannsee

Autofahrer: So kam es zum schweren Unfall beim Radrennen

Bei einem Radrennen in Berlin-Wannsee ist es am Sonntag zu einem schweren Unfall gekommen. Vier Personen wurden verletzt.

Bei einem Radrennen in Wannsee kam es am Sonntag zu einem schweren Verkehrsunfall. Dabei wurden vier Personen zum Teil schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 12.15 Uhr auf dem Nikolskoer Weg an der Ecke Moorlakeweg.

Nach Angaben der Polizei rasten offenbar zwei Fahrradfahrer ungebremst auf einen stehenden Pkw. Ein dritter Radsportler habe beim Versuch auszuweichen, einen Steckenposten umgefahren.

Alle vier verletzten Personen wurden von der Feuerwehr in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Zwei Sportler kamen auf die Intensivstation, befinden sich aber mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Das Frühjahrsrennen des Radsport Club Charlottenburg (RCC) wurde nach dem schweren Unfall abgebrochen.

Ein Sportler flog durch die Heckscheibe des Audi

„Ich habe im Rückspiegel noch gesehen, wie die Radrennfahrer von hinten rangerast gekommen sind und habe mir gedacht, mach jetzt bloß keine Tür auf“, sagt der an dem Unfall beteiligte Autofahrer der Berliner Morgenpost. „Ein paar von ihnen konnten noch ausweichen, aber zwei Radfahrer sind mit hoher Geschwindigkeit hinten in den Wagen gerast.“ Einer der Sportler sei durch die Heckscheibe des weißen SUV geflogen. Der 52-jährige Autofahrer möchte seinen Namen nicht in der Zeitung lesen. Er schildert, wie es aus seiner Sicht zu dem Unfall kam.

„Meine Frau, ein befreundetes Paar und ich kamen aus Potsdam und wollten in einem Restaurant am Nikolskoer Weg essen gehen“, sagt er. An der Ecke Königstraße habe ein Ordner gestanden und die Zufahrt zum Nikolskoer Weg geregelt. Auf der Straße habe zusätzlich ein Absperrkegel gestanden. „Er hat uns dann den Weg frei gegeben und uns durchgewunken.“ Der Mann ist dann nach eigenen Angaben mit etwas weniger als Tempo 30 den Weg entlang gefahren.

„Von hinten kam plötzlich ein Motorrad mit hoher Geschwindigkeit“, sagt er. „Als er auf unserer Höhe war, gab er uns zu verstehen, dass wir schneller fahren sollen.“ Schneller, schneller, habe er gerufen. Nach ein paar Hundert Metern wurde der Audi Q7 von einem Polizisten an der Strecke angehalten. Die Stelle war hinter einer Linkskurve. „Er wollte, dass wir auf einen Parkplatz fahren, wir wollten nach links von der Straße fahren“, sagt der Mann. „Als ich losgefahren bin, rief der Polizist noch Stopp, aber da sind die beiden Radfahrer schon hinten raufgefahren.“

Ärztin konnte rasch helfen

Ein Radsportler habe bei dem Ausweichmanöver einen Streckenposten umgefahren, die restlichen Radfahrer seien ausgewichen, so der Halter des Pkw. Sofort darauf sei ein Streckenposten mit einer Fahne auf die Straße gerannt. Da sei schon die nächste Gruppe angerast gekommen. Glücklicherweise hätten alle Radrennfahrer vor der Unfallstelle ausweichen können. „Unsere Bekannte ist glücklicherweise Ärztin. Sie konnte gleich helfen und verhindern, dass die Verletzten von der Straße gezogen werden“, sagt der Mann. „Ich hoffe, dass die Verletzten bald wieder gesund werden und keine bleibenden Schäden davontragen.“

Nach Angaben der Feuerwehr trafen fünf Rettungsfahrzeuge und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge ungefähr 15 bis 20 Minuten nach der Alarmierung an der Unfallstelle ein. Die beiden schwer verletzten Personen wurden nach Potsdam in eine Klinik gebracht. Der leicht verletzte Ordner kam in das Benjamin-Franklin-Krankenhaus in Steglitz, der leicht verletzte Radsportler wird im Emil-von-Behring-Krankenhaus in Zehlendorf behandelt.

Alle vier Minuten wurde die Polizei zu einem Unfall gerufen