Jüterborg

Anschlag auf Flüchtlingsheim: Polizei nimmt 20-Jährigen fest

Der 20-Jährige soll für einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Jüterborg verantwortlich sein. Er hat die Tat bereits gestanden.

Bei dem Brandanschlag wurde die Außenfassade der Unterkunft beschädigt

Bei dem Brandanschlag wurde die Außenfassade der Unterkunft beschädigt

Foto: Polizei Brandenburg

Brandenburger Polizisten haben am Dienstagvormittag in Jüterborg einen 20-Jährigen festgenommen, der für einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim verantwortlich sein soll. In einer Vernehmung gestand er die Tat und nannte als Motiv eine fremdenfeindliche Gesinnung.

Wie die Polizei am Mittwochnachmittag mitteilte, hatten die Ermittler die Wohnung des 20-Jährigen am Dienstagvormittag durchsucht und umfangreiches Beweismaterial gesichert. Sie waren auf die Spur des 20-Jährigen gekommen, weil ein Zeuge den Mann kurz vor der Tat mit einem Benzinkanister zum Tatort gehen sah.

In Brandenburg steigt die Zahl der Angriffe auf Flüchtlinge

Der Brandanschlag hatte in der Nacht zum 1. Oktober stattgefunden. Die zwei Brandsätze flogen gegen das Fenster eines Heims für alleinreisende minderjährige Flüchtlinge in der Jüterborger Innenstadt, durschlugen die Scheiben aber nicht. Zwei Betreuern gelang es, das Feuer an der Außenfront mit einem Kleidungsstück auzuschlagen.

In der Einrichtung sind derzeit 20 alleinreisende, minderjährige Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten im Alter zwischen 15 und 17 Jahren untergebracht. Verletzt wurde keiner der Bewohner. Die Unterkunft musste nach dem Anschlag nicht evakuiert werden.