Horror-Clowns

Grusel-Clown - Berliner Polizei warnt Nachahmer

In einem Facebook-Post warnt Berlins Polizei "Horror-Clowns" vor Konsequenzen - und rät, wie man sich im Ernstfall verhalten kann.

Die Berliner Polizei gibt Tipps im Umgang mit "Horror-Clowns"

Die Berliner Polizei gibt Tipps im Umgang mit "Horror-Clowns"

Foto: Polizei Berlin

Nun schaltet sich auch die Berliner Polizei in die Diskussion um sogenannte "Grusel-Clowns" ein. Das Phänomen war zuerst in den USA aufgetaucht: Menschen verkleiden sich als möglichst gruselige Clowns und erschrecken andere Menschen, bedrohen sie oder verletzten sie sogar mit Waffen. Inzwischen haben sich solche Fälle auch in Deutschland ereignet. In Berlin ist laut Polizei bisher noch kein solcher Fall gemeldet werden, aber man fürchtet auch hier offenbar Nachahmungstaten. Darum hat die Polizei nun eine Warnung bei Facebook herausgegeben.

"Ein guter Spaß sollte da aufhören, wo jeweils Andere nicht mehr darüber lachen können", heißt es in dem Beitrag. "Spätestens wenn es gefährlich oder sogar strafbar wird, hört er definitiv auf." Wer sich vor den Clowns erschreckt, könne schließlich eine Panikreaktion zeigen. "Reaktionen aus Panik sind häufig unkontrolliert und schwer vorhersehbar, auch in den späteren Folgen für Andere", so die Polizei.

Generell gelte: "Zur Verantwortung der Scherzkekse gehört, sich kurz über die möglichen Folgen Gedanken zu machen. Dazu zählt auch die Frage, gegen wen richtet sich mein Streich und wie kommt das bei ihm an", heißt es.

In dem Facebook-Post zitiert die Berliner Polizei auch den US-Autor Stephen King, der unter anderem durch sein Gruselclown-Roman "Es" bekannt geworden ist. Er hatte Anfang Oktober getwittert: „Hey, guys, time to cool the clown hysteria--most of em are good, cheer up the kiddies, make people laugh.“ ("Hey Leute, es ist Zeit, die Clown-Hysterie mal wieder runterzufahren - die meisten Clowns sind freundlich, heitern Kinder auf und bringen Menschen zum Lachen.")

Was die Polizei im Ernstfall rät

Wer sich plötzlich einem solchen Grusel-Clown gegenübersieht, solle das "laut mitteilen", rät die Polizei. Im "absoluten Ernstfall", wenn die Situation also bedrohlich oder gefährlich wirkt, solle man den Notruf 110 wählen. Das allerdings wirklich nur, wenn es sich um eine Notsituation handelt. Schließlich sei ja bald Halloween. Da müsse man mit kostümierten Menschen auf den Straßen Berlins rechnen - und der Missbrauch des Notrufs sei ebenfalls strafbar.

Insbesondere ein Verhalten erklärt die Polizei in ihrem Post zum "absoluten No-Go": Das Erschrecken von Kleinkindern oder älteren Menschen. "Leute, sowas macht man nicht."

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