Gewalt in Berlin

15- und 17-Jähriger sollen nach brutalen Überfällen in Haft

Zwei Jugendliche sind am Montag festgenommen worden. Sie sollen 2015 zwei Männer brutal überfallen haben. DNA-Spuren belasten sie.

Zwei Jugendliche stehen unter dringendem Tatverdacht, bei Raubüberfällen einen Taxifahrer und einen Rentner schwer verletzt zu haben. Ein Jahr nach der Tat wurden sie nun bei einem Diebstahl in Schöneberg festgenommen. Im Zuge der Ermittlungen dazu kommt die Polizei über Abgleiche von Spuren und DNA zu dem Schluss, dass die 15 und 17 Jahren alten Verdächtigen die Überfälle begingen.

Sie wurden nach Polizeiangaben am Montagmorgen in den Wohnungen ihrer Eltern in Charlottenburg festgenommen. Am Dienstag sollen sie einem Richter zur Verkündung eines Haftbefehls vorgeführt werden. Zudem prüft die Polizei, ob sie für weitere Straftaten verantwortlich sind.

In der Nacht zum 11. Juni 2015 war ein Taxifahrer in Tiergarten schwer verletzt in der Wichmannstraße in seinem Wagen entdeckt worden. Der 28-Jährige kam mit schweren Stichverletzungen in eine Klinik und wurde notoperiert.

Die Verdächtigen waren bei der Tat erst 14 und 16

Zwei Jugendliche waren laut Ermittlungen gegen 3.15 Uhr an der Martin-Luther-Straße Ecke Barbarossastraße in Schöneberg ins Taxi gestiegen und hatten als Fahrtziel die Lützowstraße genannt. Kurz darauf beraubten sie den Taxifahrer und verletzten ihn schwer. Die nun ermittelten mutmaßlichen Täter war damals 14 und 16 Jahre alt.

Am 27. Oktober vergangenen Jahres sollen die beiden mit einem Komplizen in Moabit einen 74-Jährigen an seiner Wohnungstür in Moabit überfallen und schwer verletzt haben. Die Täter hatten nach Polizeiangaben gegen 23 Uhr geklingelt und fielen über den Senior her, als der Mann die Tür einen spaltbreit öffnete.

Der 74-Jährige wurde massiv ins Gesicht geschlagen und zu Boden gebracht. Die Täter flüchteten mit erbeutetem Schmuck. Das Raubopfer musste damals mit schwersten Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Ein Diebstahl führte zu den Tätern

Beide mit äußerster Brutalität ausgeführten Überfälle seien nun durch Spurenvergleiche und DNA-Proben den Jugendlichen anzulasten. Auf die Spur der beiden Tatverdächtigen kam die Polizei durch einen Diebstahl vor etwa drei Wochen, nach denen die zwei erkennungsdienstlich behandelt wurden.

Sie hatten am 11. Juni nachts um 4 Uhr in einem Spätkauf an der Nollendorfstraße einen Diebstahl begangen und waren danach gefasst worden, sind aber später zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt worden.