Prenzlauer Berg

Henkel sieht Stein-Attacke auf Polizei als „versuchten Mord“

In der Nähe des Mauerparks bewarfen Unbekannte ein Polizeiauto mit Steinen. Die Heckscheibe splitterte, die Täter entkamen.

Ein Pflasterstein durchschlug die Heckscheibe des Polizeifahrzeugs

Ein Pflasterstein durchschlug die Heckscheibe des Polizeifahrzeugs

Foto: Polizei Berlin/Facebook

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat Steinwürfe auf Streifenwagen der Polizei als „versuchten Mord“ verurteilt.

Einsatzkräfte, die einen Stein ohne Helm an den Kopf bekämen, hätten keine Chance, sagte Henkel.

In der Nacht zum Freitag war in Pankow ein Funkwagen mit Pflastersteinen beworfen worden. Das Auto wurde beschädigt, die Polizisten blieben unverletzt.

„Die Täter legen es bewusst darauf an, dass Polizeibeamte schwerstens verletzt werden oder sogar ums Leben kommen“, sagte Henkel weiter. Er kündigte für die kommenden Nächte hohe Polizeipräsenz im Stadtgebiet an.

Nach einem Einsatz der Polizei in einem von Linksautonomen bewohnten Haus in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain am Mittwoch war im Internet zu Gewalt aufgerufen worden. Seitdem brannten mehrere Autos und es wurden unter anderem Bankgebäude attackiert.

Das Polizeifahrzeug war gegen 1.35 Uhr am Gleimtunnel unterwegs, als es angegriffen wurde. Ein Stein traf die Heckscheibe, die daraufhin zersplitterte. Als der Streifenwagen anhielt, flogen nach Polizeiangaben weitere Steine.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte die Berliner Polizei ein Bild des beschädigten Autos mit der Aufschrift "wtf?". Die Abkürzung steht für "What the fuck".