Grüne Woche

Kontrollen: Jeder zweite Reisebus hat Mängel

An mehreren Reisebussen, die zur Grünen Woche unterwegs waren, hat die Polizei Mängel entdeckt. Ein Busbetreiber fiel doppelt auf.

Der Verkehrsdienst der Polizei hat mehr als 40 Reisebusse kontrolliert

Der Verkehrsdienst der Polizei hat mehr als 40 Reisebusse kontrolliert

Foto: bu_sv / picture alliance/ dpa

Viele Besucher der „Grünen Woche“ kommen von weit her in Reisebussen zur Messe. Sie verlassen sich darauf, dass die Fahrzeuge sicher sind. Der Zentrale Verkehrsdienst der Polizei Berlin hat zwischen dem 18. und 21. Januar 42 Busse kontrolliert. Dabei schauten die Beamten auf die Einhaltung des absoluten Alkoholverbotes für Busfahrer und den technischen Zustand der Fahrzeuge.

Von 42 kontrollierten Bussen beanstandeten die Beamten 20 Fahrzeuge wegen technischer Mängel. Zwei Busse stellten die Experten für die Erstellung technischer Gutachten sicher. Defekte Bremsanlagen, massive Ölverluste und Rost an Fahrzeugrahmen sowie Auspuffen fielen den Prüfern auf.

Am Donnerstag erwies sich ein 57-Jähriger Busunternehmer offenbar als unbelehrbar. Einer seiner Busse war bereits am 19. Januar mit Mängeln aufgefallen. Die Polizisten ordneten die unverzügliche Reparatur in einer Werkstadt an und drohten für den Fall, dass die Mängel nicht beseitigt würden, mit der Betriebsuntersagung des Fahrzeuges.

Der Unternehmer setzte den Bus weiterhin ein – ohne die Schäden reparieren. Bei der zweiten Kontrolle stellte die Polizei das Fahrzeug sicher. Die Fahrgäste mussten in einem Ersatzbus ihre Heimreise von der Grünen Woche antreten.

Der Verkehrsdienst leitete ein Bußgeldverfahren gegen den Fahrer und Halter des Reisebusses ein. Die Ermittlungen dauern an.