Drogen-Fund

Zoll stellt große Menge des Rauschmittels Khat sicher

Flughafen Tegel: Im Gepäck zweier Dänen befanden sich 63 Kilo des Rauschmittels, das vermutlich aus Äthiopienstammt.

Ungewöhnlicher Fund am Flughafen Tegel. Zollbeamte haben dort größere Mengen einer Droge sichergestellt, die in Mitteleuropa bislang noch wenig bekannt ist. Wie ein Sprecher des Zollamtes Potsdam am Montag mitteilte, wurden bereits am vergangenen Donnerstag zwei Dänen kontrolliert, in deren Koffern sich Teile einer Pflanze namens Khat befanden. Insgesamt habe es sich um 63 Kilogramm gehandelt, sagte der Sprecher. Die Männer kamen aus Doha (Qatar).

Blätter der Khat-Pflanze werden gekaut

Khat ist eine Pflanze, die in Vorderasien und Afrika angebaut wird. Die Blätter werden von Konsumenten gekaut und entfalten dabei eine anregende Wirkung. In Deutschland fällt Khat unter das Betäubungsmittelgesetz. Der Schwarzmarktwert der Kaudroge liegt nach Angaben des Zolls in den nordischen Ländern zwischen 150 und 250 Euro pro Kilogramm.

Als Khat werden Zweigspitzen mit jungen Blättern des afrikanischen Kathstrauches bezeichnet. Die Wirkstoffe der Pflanze wirken ähnlich wie Amphetamin: Sie lassen die Müdigkeit verschwinden und wirken euphorisch. Die Folgen des Missbrauchs von Khat sind unter anderem Schlaflosigkeit, Nervosität, Herzrasen, Unterernährung und Magenprobleme.

Die beschlagnahmten Pflanzenteile stammten vermutlich aus Äthiopien. Sie sollten nach ersten Erkenntnissen des Zolls über Deutschland nach Dänemark gebracht werden. Gegen die beiden 27 und 43 Jahre alten Männer wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.