Gewalt in Berlin

Mann am Alexanderplatz niedergestochen und schwer verletzt

Blutige Gewalttat am Berliner Alexanderplatz: Zwei Männer gerieten vor dem Bahnhof in Streit, einer von beiden stach mehrfach auf den anderen ein, verletzte ihn schwer. Das Opfer wird notoperiert.

Foto: Arno Burgi / picture-alliance/ dpa

Am Alexanderplatz ist bei einer erneuten Gewalttat ein Mensch schwer verletzt worden. Der 20-Jährige trug bei einer Auseinandersetzung am helllichten Tag am Sonnabendnachmittag einen Stich in den Bauch davon und musste vom Notarzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wo er sofort notoperiert wurde. Über seinen Zustand gab es zunächst keine weiteren Informationen. Vom Täter fehlt bislang jede Spur. Ob es sich erneut um einen willkürlichen Gewaltakt handelt oder die Tat eine Vorgeschichte hat, muss nun ermittelt werden.

Wie eine Polizeisprecherin am Abend mitteilte, war das aus Pakistan stammende Opfer nach ersten Erkenntnissen mit einer Gruppe unterwegs, in der es aus bislang unbekannten Gründen zu einem Streit kam. Dieser Streit eskalierte gegen 16.45 Uhr derartig, dass der 20-Jährige vor dem Bahnhofseingang Dircksenstraße schließlich blutend am Boden lag.

Der Täter, aber auch die anderen Mitglieder der Gruppe ergriffen anschließend sofort die Flucht. Das spricht zumindest dagegen, dass der Täter einzeln gehandelt hatte. Die alarmierte Polizei sperrte den Tatort ab, um Spuren zu sichern. Eine Tatwaffe wurde nicht gefunden. Gleichzeitig wurden Passanten am Alexanderplatz befragt, die möglicherweise Zeugen des Geschehens geworden waren.

Schwere Gewalttaten am Alexanderplatz

Der zu jeder Tageszeit belebte Alexanderplatz war in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz blutiger und zum Teil tödlich endender Auseinandersetzungen geworden. Auffällig oft tragen die Täter Messer. So erstach im vergangenen Jahr ein 18-Jähriger den 30-Jährigen Torsten N., der von einer Party nach Hause fahren wollte. Ein Jahr zuvor wurde der 46-jährige Lima S. lebensgefährlich verletzt. Im Herbst 2012 wurde der Jugendliche Jonny K. so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus starb.