Hellersdorf

Polizei nimmt mutmaßlichen Serien-Brandstifter fest

Insgesamt acht Mal brannte es in den vergangenen Wochen an einem Hochhaus in der Bansiner Straße in Hellersdorf. Nun fasste die Polizei einen 38-Jährigen, der für die Serie verantwortlich sein könnte.

Foto: Thomas Schröder

Ein Zeuge hat am Sonntagnachmittag die Polizei auf die Spur eines Verdächtigen in Hellersdorf geführt. Kurz nach 18 Uhr hatte der Mieter eines elfgeschossigen Mietshauses in der Bansiner Straße ein Feuer in einem Stahlmüllcontainer entdeckt, der in der Nähe einer Hauswand stand. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand.

Der Zeuge konnte den eingesetzten Polizeibeamten eine detaillierte Beschreibung des Mannes geben, der sich, kurz bevor das Feuer ausbrach, an dem Container aufhielt. Der 38-Jährige wurde kurze Zeit später in seiner Wohnung in Hellersdorf vorläufig festgenommen und für ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts eingeliefert. Der bereits einschlägig polizeibekannte Mann soll noch am Sonntag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Schon seit einem Monat hält eine Brandserie die Bewohner des Hauses in Atem. Einschließlich des jüngsten Vorfalls zählte die Feuerwehr acht Brände in dem Hochhaus seit Anfang März. Bislang war nie etwas Schlimmeres passiert.

Auch in der Umgebung brannte es in den vergangenen Wochen auffällig häufig, etwa in einem Müllsammelraum eines Wohnhauses in der Lion-Feuchtwanger-Straße am 16. März. Erste Ermittlungen deuten auf Brandstiftung hin und die Polizei schließt nicht aus, dass es sich immer um denselben Täter handelt.

Ein Brandkommissariat prüft nun, ob der Festgenommene für die Brandserie als Täter in Frage kommt. Nach Angaben einer Sprecherin hat der Mann bislang jede Aussage verweigert.