Kreuzberg

250 Polizisten sichern Räumung von Kulturzentrum

Etwa 200 Demonstranten haben friedlich gegen die Räumung des Kreuzberger Kulturzentrums Allmende protestiert. Mehr als 250 Polizisten waren vor Ort. Um 11.30 Uhr wurden die Sperrungen aufgehoben.

Eine Demonstration vor dem Kreuzberger Kulturzentrum Allmende ist am Freitagvormittag beendet worden. Mehr als 200 Demonstranten hatten friedlich gegen die Räumung des Gebäudes protestiert.

Die Unterstützer zogen ab 9.30 Uhr in einem Demonstrationszug durch Kreuzberg und hielten vor dem Gebäude eine Abschlusskundgebung ab. Mehr als 250 Polizeibeamte sicherten den Zug und riegelten das Gebäude am Kottbusser Damm mit Gittern ab. Zwischenzeitlich war der Kottbusser Damm zwischen Hermannplatz und Kottbusser Tor für den Autoverkehr gesperrt worden. Gegen 11.30 Uhr wurde die Straße wieder freigegeben.

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Nach Angaben des Berliner Linken-Politkers Hakan Taş konnte sich ein Gerichtsvollzieher problemlos Zugang zu dem Gebäude verschaffen. Das Gebäude wurde an den Eigentümer übergeben. Die Beamten seien von dem Gerichtsvollzieher um Vollzugshilfe gebeten worden, sagte eine Polizeisprecherin am Vormittag. Der Eigentümer hatte dem Kulturzentrum gekündigt.

Der Verein Allmende warf der Polizei in einer Mitteilung vor, den sozialen, politischen und kulturellen Treff schon am Donnerstagabend abgeriegelt zu haben und gegen Demonstranten unverhältnismäßig hart vorgegangen zu sein. Drei Teilnehmer waren bei einer spontanen Demonstration festgenommen worden. Die Polizei wies die Vorwürfe zurück.

Der Verein befürchtet steigende Mieten und die Verdrängung von Bewohnern aus dem Kiez. Nach eigenen Angaben hatte Allmende Anfang 2006 die Räume am Kottbusser Damm bezogen.

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