Mitte

Fahrt durchs Brandenburger Tor endet mit Unfall

Kurioser Einsatz am Pariser Platz in Mitte: Ein wohl angetrunkener Fahrer wollte mit seinem Mercedes in der Nacht zu Sonntag durchs Brandenburger Tor fahren und setzte das Auto gegen einen Poller.

Foto: ABIX

Zu einem kuriosen Einsatz ist die Berliner Polizei in der Nacht zu Sonntag zum Brandenburger Tor in Mitte gerufen worden. Ein Mercedes-Fahrer wollte das Wahrzeichen durchfahren und hatte offensichtlich die stabilen Stahlpoller ignoriert, die eben dies verhindern sollen. Es kam zu einem Blechschaden, gegen den Fahrer und seinen Beifahrer ermittelt jetzt die Polizei.

Nach Polizeiangaben war das Fahrzeug gegen 2.30 Uhr von der Straße Unter den Linden kommend auf den Pariser Platz gefahren und steuerte auf die rechte Tordurchfahrt zu. Offenbar wollte der 43 Jahre alte Fahrer das Tor in Richtung Westen durchfahren, was an den in den Boden eingelassenen Pollern scheiterte. Der Mercedes rammte das Hindernis und blieb stehen. Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt.

Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, war der silberne Mercedes schon vor dem Zwischenfall am Berliner Wahrzeichen mehreren Objektschützern durch eine merkwürdige Fahrweise aufgefallen. Die überraschten Sicherheitskräfte stellten beide Insassen des Wagens und riefen die Polizei. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der 38 Jahre alte Beifahrer der Halter des Fahrzeuges ist. Die Ermittlungen ergaben zudem, dass der 43-Jährige keinen Führerschein besitzt. Weil außerdem bei beiden Autoinsassen deutlich wahrnehmbar Alkoholgeruch in der Atemluft auffiel und ein Schnelltest beim Fahrer 0,6 Promille ergab, wurde für eine Blutentnahme angeordnet.

Letzter schwerer Unfall geschah 2006

Die beiden Männer wurden zu diesem Zweck in eine Gefangenensammelstelle gebracht, der leicht beschädigte Unfallwagen wurde abgeschleppt. Die Polizei prüft auch, ob der Autobesitzer seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist und sich vor der Fahrt vergewissert hatte, ob der 43-Jährige eine Fahrerlaubnis besitzt.

Den letzten schweren Unfall hatte es vor einigen Jahren gegeben. Während der Fußball-WM 2006 war es am Brandenburger Tor zu dem folgenschweren Verkehrsunfall gekommen. Ein 33-Jähriger hatte mit seinem Auto westlich des Tores ein Absperrgitter durchbrochen und 21 Besucher der Fanmeile verletzt. Der Kleinwagen war mit 40 bis 50 Stundenkilometern in die Menschenmenge gefahren und dann in der Nähe der Bühne gegen eine Absperrung geprallt und dort zum Stehen gekommen.