Pankow

Zwei Männer bei Wohnungsbrand verletzt

Zwei Mieter eines Mehrfamilienhauses in Berlin-Pankow verdanken dem mutigen Handeln mehrerer Polizisten ihr Leben. Einer der Retter wurde dabei selbst verletzt und musste den Dienst abbrechen.

Gegen 6.45 Uhr hatte eine 32-Jährige am Sonntagmorgen beim Betreten des Hauses an der Hans-Otto-Straße starken Brandgeruch bemerkt und per Handy Polizei und Feuerwehr alarmiert. Als Erstes traf ein Funkwagen des Abschnitts 16 am Ort ein. Die Beamten konnten im Erdgeschoss einen 60 Jahre alten Rollstuhlfahrer ins Freie tragen, der sich aus der dort brennenden Wohnung in den Flur hatte retten können. Die Besatzung eines zweiten Polizeifahrzeugs lief wenig später sofort in die Räume und zog einen 54 Jahre alten Mann ins Freie, der sich bis zum Ausbruch des Feuers dort mit dem Rollstuhlfahrer aufgehalten hatte. Beide Opfer wurden von Rettungswagen der Feuerwehr zur stationären Behandlung ins Krankenhaus transportiert.

Bei dem 54-Jährigen diagnostizierten die Ärzte in der Klinik starke Verbrennungen am Rücken, der Gehbehinderte muss wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden. In Lebensgefahr schwebt keiner der beiden Männer. Bei der Rettung zog sich auch ein 44-jähriger Polizeibeamter eine Verletzung am Rücken zu, er begab sich selbst zum Arzt.

Die Brandursache ist noch unklar, ein Spezialkommissariat des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen dazu überkommen. Weitere Mieter des Hauses waren nicht in Gefahr und mussten während der Arbeiten der Rettungskräfte nicht ihre Wohnungen verlassen.