Berlin

Polizei fasst vierköpfige Skimming-Bande

Eine Skimming-Bande ist der Polizei ins Netz gegangen. Vorangegangen waren seit Juni geführte Ermittlungen im Zusammenhang mit Manipulationen an Geldautomaten durch aufgesetzte Kartenleser und Tastaturenfelder sowie mit Minikameras präparierten Blenden. Aufgrund eines Hinweises der bulgarischen Sicherheitsbehörden an das Bundeskriminalamt wurde von dort das Landeskriminalamt auf eine vierköpfige Bande aufmerksam gemacht, die in Berlin tätig geworden ist. Die Männer im Alter von 35, 36 und 38 Jahren waren am vergangenen Donnerstag festgenommen worden und erhielten tags darauf auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Eine Veröffentlichung wurde wegen weiterer Ermittlungen verschoben.

Der Gruppe wird vorgeworfen, Manipulationshandlungen an Geldausgabeautomaten vorgenommen und die dabei ausgespähten Daten an den Kopf der Bande - einem der beiden 38-Jährigen - online übermittelt zu haben. Dieser führte und organisierte die Bande von Kanada aus. Die Ermittler gingen Hinweisen nach, wonach die Bande - einschließlich ihres Kopfes - sich seit Anfang September in Berlin zur Verabredung und Begehung von Skimming-Taten aufhalten sollte.

Tatsächlich konnte beobachtet werden, dass zwei der verdächtigen Personen an zwei Automaten Manipulationen vornahmen. Alle vier Bandenmitglieder wurden festgenommen, als sie sich in einem Hotelzimmer trafen. Die Durchsuchung der von den vier Personen angemieteten Hotelzimmer verlief mit Erfolg. Es konnte umfangreiches "Skimming-Equipment" sichergestellt werden.