Mitte/Friedrichshain

"Fuckparade" verläuft überwiegend friedlich

Überwiegend störungsfrei ist am Sonnabend die Demonstration „Fuckparade“ verlaufen, deren Aufzugsstrecke von Mitte nach Friedrichshain verlief. Gegen 13.30 Uhr begann die Veranstaltung mit einer Auftaktkundgebung und Musik in der Reinhardtstraße.

Nachdem der Aufzug gegen 16.30 Uhr 30 loslief, stieg die Zahl der Teilnehmer auf rund 3900 Personen an. Während des weiteren Verlaufs über die Friedrich-, Tor- und Memhardstraße erreichte die Demonstration den Strausberger Platz mit etwa 4900 Teilnehmern.

Entlang der weiteren Wegstrecke entdeckten Polizisten, dass vier am Fahrbahnrand abgestellte Fahrzeuge beschädigt worden waren. Gegen 19.30 Uhr nahmen die Beamten sieben Personen vorübergehend fest, die zuvor auf dem Dach eines Autos standen und dieses dabei beschädigt hatten.

Als die Demonstration gegen 20.30 Uhr die Warschauer Straße erreicht hatte, warfen mehrere Teilnehmer Flaschen in Richtung von Polizisten, bei denen niemand verletzt wurde. Nachdem die Teilnehmerzahl zwischenzeitlich auf rund 8000 Personen angestiegen war, erreichte die Demonstration kurz nach 21 Uhr den Endplatz in der Petersburger Straße, wo sich kurze Zeit später viele Versammlungsteilnehmer entfernten.

Gegen 22 Uhr nahmen Einsatzkräfte einen 30-jährigen Mann fest, der zuvor die Fahrbahn mit einer Farbspraydose beschmiert hatte. Die Beamten wurden daraufhin von einer etwa 20-köpfigen Personengruppe angegriffen, die versuchte, den Festgenommenen zu befreien. Durch den Einsatz von Reizgas und mit Unterstützung von Kollegen konnten der 30-Jährige aus dem Veranstaltungsraum gebracht und ein 32-Jähriger wegen versuchter Gefangenenbefreiung festgenommen werden. Bei der Auseinandersetzung wurden drei Beamte leicht verletzt, die jedoch ihren Dienst fortsetzten.

Kurz nach 22 Uhr beendete der Veranstalter die Versammlung. Die Beamten leiteten mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, gefährlicher Körperverletzung sowie Vermummung ein. An dem Einsatz waren rund 340 Beamte beteiligt.

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