Kriminalität

Kinder attackieren Berliner mit Messer

Mehrere Kinder haben in Berlin-Moabit auf einen 20 Jahre alten Mann eingeschlagen und ihn mit einem Messer attackiert. Das Opfer wehrte sich mit Pfefferspray. Zunächst konnten nur zwei Täter gefasst werden. Doch die Ermittlungen der Polizei führten schließlich auch zu den anderen Beteiligten. Der Jüngste ist gerade 11 Jahre alt.

Mehrere Kinder und Jugendliche haben am Dienstagabend in der U-Bahn-Linie 9 in Moabit einen Fahrgast angegriffen. Der 20-jährige Mann sei von der Gruppe zunächst mit Papierkugeln bespuckt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Als der Mann die Kinder und Jugendlichen bat, dies zu lassen, schlugen diese mehrfach auf ihn ein. Nachdem der Zug den Bahnhof Westhafen erreichte, setzte sich die Auseinandersetzung auf dem Bahnsteig fort. Der 20-Jährige wurde am Kopf verletzt.

Als einer der Täter ein Messer zog und mit diesem auf den 20-Jährigen einstürmte, setzte sich dieser mit Pfefferspray zur Wehr und alarmierte die Polizei. Zivilbeamte nahmen in der Nähe des Bahnhofs zwei Jungen im Alter von 11 und 13 Jahren fest. In ihrer Vernehmung gaben sie den Namen eines mutmaßlichen Komplizen preis.

Der 14-Jährige stellte sich später der Polizei. Im Verlauf der Befragung des bei der Polizei als Intensivtäter geführten Schlägers nannte er zwei zwölf- und 13 Jahre alte Kinder, welche ebenfalls an der Tat beteiligt waren. Bei weiteren Ermittlungen konnten zwei weitere Täter (13 und 14) ermittelt werden. Darüber hinaus stellten die Beamten das bei dem Angriff benutzte Messer sicher, das die Angreifer am Dienstag weggeworfen hatten.