“Nightlife“

Simon Verhoevens Liebeserklärung an die Berliner Nacht

Im Zoo Palast feiert „Nightlife“ mit Palina Rojinski, Elyas M’Barek und Frederick Lau seine Weltpremiere.

Gut gelaunt: Die Hauptdarsteller Frederick Lau, Palina Rojinski und Elyas M’Barek (v.l.).

Gut gelaunt: Die Hauptdarsteller Frederick Lau, Palina Rojinski und Elyas M’Barek (v.l.).

Foto: J?rg Krauth?fer

Berlin. Beim Thema Nachtleben macht den Berlinern so schnell niemand etwas vor. Wie gut er als Münchner die Magie der Hauptstadt zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang einfangen kann, will Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven mit seinem neuen Film „Nightlife“ unter Beweis stellen. Ab dem 13. Februar schickt der 47-Jährige Elyas M’Barek, Palina Rojinski und Frederick Lau auf eine Reise zwischen Bar, Tanzfläche und der Suche nach der großen Liebe.

Am Dienstagabend feierte die Komödie ihre Premiere im Zoo Palast an der Hardenbergstraße mit den Hauptdarstellern und Kollegen wie Kida Ramadan, Jan Sosniok und Tom Beck. Die versicherten einstimmig, ihre Ausflüge ins Nachtleben gehörten als Familienväter der Vergangenheit an. „Ich war seit 20 Jahren nicht mehr aus“, so Ramadan. „Ich gehe lieber gediegen essen“, so Beck. „Ich habe es früher richtig krachen lassen, aber diese Zeiten sind vorbei“, so Sosniok.

Mit Rojinski und M’Barek setzt Verhoeven auf bewährte Leinwand-Chemie

Auch seine wilde Phase liege schon ein paar Jahre zurück, erzählte Simon Verhoeven. Vor den Dreharbeiten habe er aber noch einmal in den einschlägigen Berliner Clubs recherchiert. „Das ist immer noch sehr verrucht und wild, aber dabei auch sehr viel touristischer als früher“, so sein Urteil. Als Inspiration habe vor allem seine Studienzeit in New York gedient, als er selbst in der Gastronomie gearbeitet habe. „Die Barkeeper, die Elyas und Freddy spielen, sind auch eine Hommage an die Menschen, die ich dabei kennengelernt habe.“

Die Geschichte: Milo (M’Barek) und seine Traumfrau Sunny (Rojinski) begegnen sich im Nachtleben und verabreden sich auf ein Date. Alles scheint perfekt zu laufen, doch als Milos chaotischer Freund und Mitbewohner Renzo (Lau) auftaucht, eskaliert der romantische Abend zu einer verrückten Jagd durch die Berliner Nacht.

Mit Palina Rojinski und Elyas M’Barek setzt Simon Verhoeven auf eine bewährte Leinwand-Chemie, die schon in seinem Film „Willkommen bei den Hartmanns“ funktionierte. „Palina und ich kennen uns schon lange, wir standen schon des Öfteren zusammen vor der Kamera und mögen uns auch privat sehr gerne“, so M’Barek. Auch mit Frederick Lau verbinde ihn eine langjährige Freundschaft. „Wir mussten das nicht spielen, das erleichtert vieles.“ Die Freundschaft zwischen seinen Hauptdarstellern spüre man dann auch auf der Leinwand, so Verhoeven.

40 Tage und Nächte lang drehte das Team im vergangenen Sommer in Berlin und Umgebung. Meist in Original-Locations, nur für wenige Sets wurden Kulissen gebaut. So habe „Konnopkes Imbiss“ extra für die Dreharbeiten auch nachts geöffnet, verriet Verhoeven. Er gehe auch mit Ü30 noch gerne aus, sagte Elyas M‘Barek. Ohne seine Heimatstadt München schlecht machen zu wollen, müsse er zugeben: „Berlin ist in dieser Hinsicht unerreicht. Berlin ist der Endgegner.“

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