Immobilien-Entwickler

Christoph Gröner ersteigert Gemälde von Neo Rauch

Berliner Immobilienentwickler kauft in Leipzig das Werk „Der Anbräuner“ für 750.000 Euro.

Unternehmer Christoph Gröner (2.v.l.) neben dem Gemälde „Der Anbräuner“.

Unternehmer Christoph Gröner (2.v.l.) neben dem Gemälde „Der Anbräuner“.

Foto: Lutz Zimmermann / dpa

Der Berliner Immobilienunternehmer Christoph Gröner hat am Sonnabendabend bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Leipzig das Gemälde „Der Anbräuner“ des Malers Neo Rauch ersteigert. Gröner, Namensgeber und Vorstandsvorsitzender der Berliner CG Gruppe AG, zahlte nach Angaben der Veranstalter 750.000 Euro für das Werk des Leipziger Künstlers. Es habe bei der Benefiz-Auktion, die bei der Gala im Anschluss an das GRK Golf Charity Masters, stattfand den höchsten Wert erzielt. Insgesamt kamen durch das Golfturnier in Machern vor den Toren von Leipzig und die Versteigerung 2,2 Millionen für wohltätige Zwecke zusammen.

Gröner hat ein Kunstwerk ersteigert, über das in den vergangenen Wochen viel diskutiert wurde: Hintergrund ist ein Mitte Mai in der „Zeit“ erschienener Text des in Leipzig und München lebenden Kunstkritikers Wolfgang Ullrich. In dem Artikel thematisierte Ullrich rechts gesinnte Künstler, die heute als letzte Verteidiger der Kunstfreiheit aufträten. Auch bei berühmteren Künstlern, so Ullrich, würden sich „einige Motive rechten Denkens“ finden, „allen voran bei Neo Rauch“.

„Der Anbräuner“ ist ein Bild unter der Gürtellinie

Rauch reagierte darauf und stellte der „Zeit“ das 150 mal 120 Zentimeter große Gemälde „Der Anbräuner“ zum Abdruck zur Verfügung. Ende Juni erschien das Bild. Darauf zu sehen, ist ein Maler, der in einer Kammer auf einem Nachttopf sitzt und mit seinen Fäkalien eine Figur, die offenbar den Hitler-Gruß zeigt, auf eine Leinwand pinselt. Darunter stehen die Initialen „W.U.“, möglicherweise ein Hinweis Rauchs auf die durch Wolfgang Ulrich hervorgebrachte Kritik. Hinter dem „Anbräuner“ liegen Zeitungen auf dem Boden. Am linken Bildrand blickt ein Mann durch ein kleines Fenster herein. Zu erkennen sind ein Schnurrbart und ein dunkler Scheitel.