Weltstars zu Besuch

Leonardo DiCaprio und Brad Pitt kommen nach Berlin

Leonardo DiCaprio und Brad Pitt werden am Donnerstag auf dem roten Teppich am Potsdamer Platz stehen.

Schon in Cannes wurde „Once upon a Time in Hollywood" gefeiert: Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio (l.) und Brad Pitt.

Schon in Cannes wurde „Once upon a Time in Hollywood" gefeiert: Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio (l.) und Brad Pitt.

Foto: Vianney Le Caer / dpa

Berlin.  In Berlin wird es kommende Woche glamourös. Leonardo DiCaprio und Brad Pitt werden dabei sein, wenn ihr neuer Film „Once upon a time in Hollywood“ am 1. August im Cinestar im Sony Center am Potsdamer Platz Premiere hat. Die Fans können sich darauf freuen, denn die gefeierten Schauspieler werden über den roten Teppich vor dem Kino gehen. Ihr Auftritt wird um 18 Uhr erwartet, bevor der Film 19.30 Uhr beginnt. Mit dabei ist auch Regisseur Quentin Tarantino, der auch das Drehbuch zum Film schrieb. Und die Schauspielerin Margot Robbie, die in dem Film in der weibliche Hauptrolle als Sharon Tate zu sehen ist.

Ein Film, der Hollywoods größtes Trauma berührt

Der Film spielt im Jahr 1969 in Los Angeles und ist eine Hommage an die großen Zeiten von Hollywood. Leonardo DiCaprio spielt den erfolglosen TV-Star Rick Dalton, Brad Pitt sein Stunt-Double Cliff Booth. Beide hoffen auf den großen Durchbruch und wollen in Hollywood Karriere machen.

Zu dieser Zeit ist auch der Sektenführer Charles Manson mit seinen Anhängern in Los Angeles aktiv. Ihre Morde erschütterten damals Hollywood und die USA. Zu den Opfern der Manson-Family zählen auch Menschen aus der Filmbranche wie Sharon Tate, damals die Frau von Roman Polanski, die in dessen Film „Tanz der Vampire“ mitgespielt hatte. Tate erwartete damals ein Kind von Polanski, als sie gegen Mitternacht des 8. August 1969 von vier Mitgliedern des Sekte grausam ermordet wurde.

Der Film ist auch ansonsten prominent besetzte. So spielen auch Al Pacino und Kurt Russell mit. Schauspielerlegende Burt Reynolds sollte eigentlich den Besitzer einer Ranch spielen, auf der die Manson-Familie übernachtet. Weil Reynolds im September 2018 starb, übernahm Bruce Dern den Part.

Bereits im Mai, auf dem Filmfestival in Cannes, löste „Once upon a time in Hollywood“ Begeisterung aus. Ab 15. August ist der Streifen in den deutschen Kinos zu sehen. Es ist der neunte Film von Quentin Tarantino und der erste, in dem Brad Pitt und Leonardo DiCaprio gemeinsam spielen.

Auch zur Premiere seines achten Films, „The Hateful 8“, im Januar 2016 war Regisseur Tarantino nach Berlin gekommen. Sie fand damals im Zoo-Palast statt. Brad Pitt ist ebenfalls schon häufiger in Berlin bejubelt worden. Beide kennen die Stadt gut: 2009 drehte Pitt gemeinsam mit Regisseur Tarantino für das Weltkriegsdrama „Inglorious Basterds“ in Berlin und Babelsberg. Pitt wohnte mit Angelina Jolie in einem Tower-Apartment über dem Ritz Carlton am Potsdamer Platz. Brad Pitt ließ die Stadt nicht mehr los. 2013 kam Pitt mit Angelina Jolie zur Premierenfeier von „World War Z“ in die Hauptstadt.

Auch im Hotel Q! An der Knesebeckstraße haben Pitt und Jolie schon übernachtet, das war 2006. Es wurde von den Architekten des Büros Graft entworfen, die ihren Berliner Standort an der Heidestraße in Moabit haben. Sie planten auch das Pitt Studio, ein Atelierhaus für den Schauspieler in Hollywood.

Zuletzt war Pitt Ende 2015 zu Dreharbeiten für „War Machine“ in der Berlin. Er produzierte die Kriegssatire, die der Streamingdienst Netflix zeigte, und spielte selbst die Hauptrolle, einen amerikanischen General im Afghanistan-Einsatz. Medienberichten zufolge soll der Schauspieler, der als Experte für moderne Kunst gilt, bei diesem Berlin-Aufenthalt auch eine private Tour durch Galerien in Mitte unternommen haben.

Die Schauspieler haben enge Beziehungen zur Hauptstadt

Leonardo DiCaprio hat ebenfalls enge Beziehungen zu Berlin. Er kennt die Stadt aus seiner Kindheit, als er sie mit seinen deutschen Großeltern besuchte. Seine Mutter Irmelin stammt aus Recklinghausen und wanderte in den 50er-Jahren die USA aus. DiCaprio kam unter anderem zur Berlinale 2010 und präsentierte den Film „Shutter Island“.

Weil der Schauspieler Umweltprojekte unterstützt, bekam er 2009 den Umweltpreis bei der Gala der Organisation „Cinema for peace“ im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. 2005 erschien er mit Kate Blanchett zur Premiere des Films „Aviator“ im Berliner Kino Delphi.

Das Cinestar im Sony Center am Potsdamer Platz war im Sommer wegen anderer Ereignisse in den Schlagzeilen. Medienberichten zufolge gibt es Hinweise auf eine drohende Schließung zum Jahresende. Hintergrund ist, dass Cinestar vom Unternehmen Cinemaxx übernommen werden soll, das der Londoner Kinokette Vue gehört. Die Prüfung durch das Bundeskartellamt dauert noch an.