Verkäufer beschimpft

Bonnie Strange muss nach Beleidigungen Schmerzensgeld zahlen

Die 32-Jährige hatte in Berlin einen Verkäufer der Modekette Zara wüst beschimpft. Nun wurde sie von einem Gericht verurteilt.

Bonnie Strange während der Mercedes-Benz Fashion Week am 18.01.2018 im Vollgutlager in Berlin.

Bonnie Strange während der Mercedes-Benz Fashion Week am 18.01.2018 im Vollgutlager in Berlin.

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin. Im Verfahren gegen Model und Influencerin Bonnie Strange hat das Landgericht Düsseldorf am Mittwoch eine Entscheidung verkündet. Die 32-Jährige muss 10.000 Euro zahlen, weil sie den Verkäufer einer Berliner Zara-Filiale beleidigt hatte.

Ausschlaggebend seien der stark beleidigende Charakter ihrer Äußerungen und die Verbreitung mehrerer Videos in der Social-Media-App Snapchat gewesen, hieß es am Mittwoch in der Urteilsbegründung des Landgerichts Düsseldorf. Außerdem hätten sich die Videos, in denen sie den Verkäufer unter anderem als "Arschloch" bezeichnet hatte, aufgrund ihrer Bekanntheit stark verbreitet.

Bonnie Strange erscheint nicht vor Gericht

Zur Urteilsverkündung waren weder die Klägerseite noch Bonnie Strange oder ihr Anwalt erschienen. Der Anwalt des Verkäufers hatte in der Klageschrift 20.000 Euro gefordert. Das Gericht entschied sich jedoch für die Hälfte, da die hochgeladenen Videos durch die Schnelllebigkeit der sozialen Medien rasch an öffentlichem Interesse verloren hätten.

Im Dezember 2017 soll Bonnie Strange, alias Jana W., nach eigener Darstellung mit einer Freundin in Berlin shoppen gewesen sein. In einem Modegeschäft habe sie mehrere Kleidungsstücke, an denen sie interessiert war, auf den Boden gelegt.

Bonnie Strange zu Freundin: "Boah, so ein Arsch"

Der Verkäufer habe sie aufgefordert, die Sachen aufzuheben. Strange soll zu ihrer Freundin "Boah, so ein Arsch" gesagt haben. Der Verkäufer ließ das Model daraufhin per Sicherheitsdienst aus dem Laden entfernen, wo der Streit weiter eskalierte. Unter anderem soll die 32-Jährige die Szene via Snapchat veröffentlicht haben. Dabei bezeichnete sie den Verkäufer als "ungevögelten W....er".

Im Februar hatte sich Strange für den Vorfall entschuldigt. Zuvor hatte sie eine Unterlassungserklärung abgegeben und sich verpflichtet, die getätigten Aussagen nicht mehr zu wiederholen. Ihr Anwalt sagte im Februar, seine Mandantin sehe ein, dass sie einen großen Fehler gemacht und emotional überreagiert habe.