Fehlgeburt

Marie Nasemann mit viel Zuspruch nach Post über Fehlgeburt

Das in Berlin lebende Model erzählt bei Instagram über ihre Fehlgeburt - und wird von ihren Followern für ihre Offenheit gefeiert.

Marie Nasemann (Archivbild).

Marie Nasemann (Archivbild).

Foto: JÖRG KRAUTHÖFER

Berlin. Das in Berlin wohnende Model Marie Nasemann hat mit einem Beitrag beim Onlinedienst Instagram über ihre Fehlgeburt viel Zuspruch erfahren. Die 30-Jährige, die 2009 bei der ProSieben-Castingshow „Germany’s Next Top Model“ den dritten Platz erreichte, berichtete am Freitag in einer Instagram-Story und in einem Blog-Post, dass sie im Oktober ihr Kind zwischen der sechsten und achten Schwangerschaftswoche verloren hatte.

„Ich möchte das mit euch teilen, weil einem Ärzte sagen, Fehlgeburten seien völlig natürlich und gehören zum Kinderkriegen dazu. Ich wünschte, ich hätte die Geschichten, die mir im Nachhinein Freunde erzählt haben, schon früher gehört. Denn ich bin jung und gesund und habe nicht damit gerechnet, dass es nicht klappen wird.“ Entsprechend groß sei der Schock und die Trauer gewesen. „Ich möchte euch dazu ermutigen, offen mit dem Thema umzugehen, deshalb habe ich einen Blogpost zu meiner Fehlgeburt geschrieben.“

Nasemanns Instagram-Follower reagierten mit Bestürzung auf ihren Bericht und dankten der 30-Jährigen dafür, so offen mit dem Tabu-Thema Fehlgeburten umzugehen. Über 400 Nutzer kommentierten den Post, 8000 User drückten den „Gefällt mir“-Button.

Fehlgeburten sind nicht meldepflichtig, eine offizielle Statistik zur Häufigkeit von Fehlgeburten gibt es aus diesem Grund nicht. 10 bis 20 Prozent aller Schwangerschaften enden in den ersten drei Monaten mit einem sogenannten Abort, heißt es. Frauenärzte verweisen häufig darauf, dass jede Frau in ihrem Leben mindestens eine Fehlgeburt erleidet.