Interview

Simone Hanselmann: „Ich glaube total an die Liebe “

Sie ist die Frau, die den „Bergdoktor“ in den neuen Folgen ganz schön nervös macht. Privat wartet Simone Hanselmann noch auf ihr Glück.

Schauspielerin Simone Hanselmann ist momentan Single.

Schauspielerin Simone Hanselmann ist momentan Single.

Foto: foto: dpa pa

Simone Hanselmann (39) spielte zuletzt die Apothekerin „Franziska Hochstetter“ in den neuen Folgen von „Der Bergdoktor“. Privat ist die Mutter einer Tochter nach ihrer Trennung wieder Single, wie sie im Interview verrät.

Berliner Morgenpost: Frau Hanselmann, in Ihrer Rolle als Apothekerin Franziska Hochstetter sind Sie ja ziemlich in den „Bergdoktor“ verliebt ...

Simone Hanselmann: Stimmt, zwischen uns knistert es gewaltig. Die Rolle beim „Bergdoktor“ ist ein totales Geschenk und mit Hans Sigl verstehe ich mich sehr gut. Es macht Spaß, mit ihm zu spielen. Es ist ein wirklich tolles Team, ich habe ganz bezaubernde Kollegen. Außerdem liebe ich die Berge. Ich war als Kind oft da. Ich spüre immer, wie gut mir die Ruhe dort tut. Allein wenn ich den Wilder Kaiser nur sehen kann, spüre ich diese Kraft und Energie. Ich bin jetzt schon im zweiten Jahr dabei, und hoffe, dass das auch weiter so bleibt.

Gibt es privat eine neue Liebe in Ihrem Leben?

Nein, ich bin im Moment Single. Aber natürlich würde ich mich gerne wieder verlieben. In meinem Beruf bin ich viel unterwegs, lerne viele Menschen kennen, natürlich auch Männer. Irgendwann ist sicher der Richtige dabei.

Glauben Sie noch an die Liebe?

Natürlich! Ich glaube total an die Liebe. Sie ist das wichtigste im Leben. Wobei die Liebe nicht nur unbedingt zu einem Partner sein muss. Sie kann auch zu einem Kind sein, zu den Eltern, zu Freunden. Aber natürlich glaube ich auch an die romantische Liebe, und ich mag kitschige Filme.

Hatten Sie nie den Traum von der eigenen Hochzeit?

Vor einer Hochzeit bin ich bisher immer zurück geschreckt. Aber ich habe in meinem Leben schon so oft eine Braut gespielt, das weiße Kleid getragen, den Brautwalzer getanzt und die Hochzeitstorte angeschnitten. Ich habe das alles also schon mehrfach erlebt. Vielleicht ist es deshalb kein Traum mehr von mir. Heiraten stand nie auf meiner Liste.

Sie haben mit Ihrer Mutter und Ihrer Schwester in Utah /USA gelebt. Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Ich habe dort ein halbes Jahr gelebt, als ich 13 Jahre alt war. Damals ist meine Mutter dahin ausgewandert. Aber ich war nicht glücklich dort und habe meine Freunde in Deutschland vermisst. Es war eine schwierige Zeit. Wir durften erst spät in die Schule gehen, weil wir ja keine US-Staatsbürger waren. Das ging fünf Monate lang so, dass wir zuhause blieben und Nachhilfe bekommen mussten. Ich habe dann zwar Englisch gelernt und bin schließlich doch noch auf der Junior Highschool gelandet, trotzdem hat mir lange der Anschluss gefehlt.

Dann sind Sie wieder zurückgekehrt?

Ja, ich bin nach Deutschland zurückgekehrt und von da an bei meinem Vater aufgewachsen.

Stimmt es, dass Sie mit 13 Jahren in einem goldenen Mormonen-Tempel getauft wurden?

Ja, das war in Salt Lake City in dem großen Mormonen-Tempel. Tatsächlich wurde das Taufbecken von goldenen Stieren getragen. Man kann sich dort stellvertretend für verstorbene Menschen taufen lassen, um ihnen den Weg zum himmlischen Reich noch zu ermöglichen. Die betreiben dort ja extrem viel Ahnenforschung. In Salt Lake City ist das größte Zentrum für Ahnenforschung auf der ganzen Welt – und der Hauptsitz der Mormonen-Kirche. Ich bin mittlerweile nicht mehr in der Kirche. Meine Mutter ist aber Mormonin und hat einen Mormonen geheiratet. Sie lebt mit meiner Schwester noch immer dort.

Woran glauben Sie jetzt?

Ich bin konfessionslos, bezeichne mich als Agnostikerin. Ich gehöre keiner Kirche mehr an. Ich bin weder davon überzeugt, dass es einen Gott gibt, noch, dass es keinen gibt.

Was macht Sie glücklich?

Ich bin sehr glücklich, dass ich gesund bin, und alle meine Gliedmaßen bewegen kann. Es ist ein Glück, in diesem Land geboren zu sein. Wenn man Mama wird, muss man keine Existenzsorgen haben, man bekommt Elterngeld. Es gibt tolle Kliniken und Hebammen. In vielen Ländern dieser Erde kann eine Geburt lebensgefährlich sein. Natürlich machen mich meine Freunde und meine Familie glücklich. Ich arbeite auch sehr gerne. Das erfüllt mich. Und zu meinem Glück gehört auch gutes Essen (lacht).

Sie sind sehr schlank. Müssen Sie viel tun für Ihre Figur?

Langsam muss ich auf jeden Fall mehr tun. Aber ich habe mein Leben lang viel Sport gemacht. Das zahlt sich jetzt aus. Es lohnt sich schon, wenn man früh in seinem Leben mit dem Sport beginnt. Im Winter gehe ich eher ins Fitness-Studio, mache Pilates, oder fahre Ski. Im Sommer liebe ich es zu joggen. Ich würde auch gerne wieder reiten, damit musste ich aussetzen, weil es so zeitintensiv ist. Ich hoffe, dass ich das bald mit meiner Tochter erleben kann.

Wie hat sich Ihr Leben verändert, seit Sie Mutter sind?

In einem Beruf wie meinem ist es nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bringen, und beidem gerecht zu werden, dem Kind und dem Job. Natürlich ist meine Tochter gut versorgt in der Kita, wenn ich drehe, aber es blutet mir jedes Mal das Herz, mein Kind alleine zu lassen. Dann frage ich mich oft, ob ich eine Rabenmutter bin. Andererseits muss ich auch Geld verdienen. Zeit für mich selbst, bleibt natürlich am ehesten auf der Strecke.

Man sieht Sie sehr selten auf Branchen-Events und Veranstaltungen ...

Ich gehe tatsächlich kaum noch auf Partys. Ich habe einfach viel weniger Zeit dafür. In diesem Jahr habe ich viel gedreht. Und wenn ich dann zuhause bin, dann will ich wenigstens meine Kleine ins Bett bringen und Zeit für sie haben. Ich gehe nur noch auf ganz ausgewählte Events. Das ist nicht mehr wie früher. Seit ich Mama bin, habe ich andere Prioritäten.

Wollten Sie immer Mutter werden?

Ich wusste schon immer, dass ich mindestens ein Kind haben möchte. Ich hatte auch eine tolle Kindheit und habe mir sehr gewünscht, das selbst zu erleben.

Wünschen Sie sich ein Geschwisterchen für Ihre Tochter?

Ein zweites Kind kommt jetzt nicht in Frage für mich. Ich bin froh, dass gerade alles gut läuft, dass meine Tochter gerne in den Kindergarten geht. Im Moment haben wir eine gute Balance gefunden. Deshalb schrecke ich etwas zurück bei dem Gedanken, ein zweites Kind zu bekommen. Mit zwei Kindern ist die Organisation natürlich noch schwieriger. Außerdem haben mein Partner und ich uns getrennt.

Kümmern Sie sich dann ganz alleine um ihr Kind?

Nein. Wir funktionieren gut als Eltern, kümmern uns beide um die Kleine. Wir haben uns im Guten getrennt. Wenn eine Beziehung zerbricht, ist das natürlich wünschenswert, dass man gemeinsam für das Kind da ist. Insgesamt habe ich aber auch ein großes Netzwerk aus Großeltern und Freunden, die alle helfen. Die Patentante meiner Tochter ist übrigens die Schauspielerin Birte Wolter, eine ganz enge Freundin von mir. Sie haben auch ein ganz inniges Verhältnis zueinander.

Sie moderieren auch Events und Galas. Könnte das eine Art zweites Standbein werden?

Ich hatte in letzter Zeit so viel zu tun, dass ich wenig Zeit zum moderieren hatte. Nach der „Kreuzfahrt ins Glück“ ging es schon mit dem „Bergdoktor“ weiter. Meine Zukunft sehe ich eher in der Schauspielerei. Aber man weiß ja nie, was kommt und ich probiere gerne andere Sachen aus. Insofern könnte es schon ein zweites Standbein werden. Wenn man diese Chance hat, sollte man sie auch nutzen.

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