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Klaus Maria Brandauer feiert 75. Geburtstag

Es gibt wenige Schauspieler, die ihr Gegenüber mit einem Lächeln killen können. Klaus Maria Brandauer kann das. Teuflisch und unverschämt. Ein wahrer Mephisto – so auch der Filmtitel von 1981, der den österreichischen Schauspieler zur Legende gemacht hat. Fast 40 Auszeichnungen hat Brandauer, der heute 75 Jahre alt wird, in seiner Karriere, die ihn auch nach Hollywood führte, eingesammelt. Dass er im James-Bond-Streifen „Sag niemals nie“ (1983) den Gegenspieler von Sean Connery geben sollte, hatte ihn zunächst entsetzt. Bond, das war für ihn Trash, profane Unterhaltung. Als er für „Jenseits von Afrika“ (1985) gebucht wurde, habe ihn seine Mutter gewarnt: Wie könne er nur diesen geschmacklosen Part des geschlechtskranken und notorisch untreuen Barons Bror von Blixen-Finecke übernehmen? „Es waren keine Fehler“, sagt er heute. Allein den Bond-Streifen haben eine Milliarde Menschen gesehen. Für den Baron erhielt Brandauer einen Golden Globe. Seine wahre Leidenschaft war aber immer das Theater. Fast 50 Jahre ist er schon an der Wiener Burg. War Nathan der Weise, Hamlet und zuletzt König Lear.

Trotz der Aura eines „Mannes von Welt“ ist Brandauer am liebsten daheim, in der Steiermark. „Wenn der Regen in der Dachrinne plätschert“, könne er sich richtig erholen, sagte er einmal. Mit 70 Jahren wurde Brandauer zum zweiten Mal Vater – rund ein halbes Jahrhundert nach der Geburt seines ersten Sohnes. 2007 hatte der Witwer, dessen erste Frau an Krebs gestorben ist, die um mehr als drei Jahrzehnte jüngere Theaterwissenschaftlerin Natalie Krenn geheiratet. Er umgebe sich gern mit jungen Menschen, sagt Brandauer. Das Alter habe eh keine Vorteile. „Außer, dass man eine Seniorenkarte bekommt.“ Man sieht ihn geradezu lächeln dabei.

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