Freizügige Fotos

Sophia Thomalla: "Ich habe keine exhibitionistische Ader"

Über Sophia Thomallas Privatleben wurde in den vergangenen Monaten viel diskutiert. Doch die Schauspielerin schweigt. Ein Treffen.

Sophia Thomalla am Flughafen Tempelhof

Sophia Thomalla am Flughafen Tempelhof

Foto: Krauthoefer

Sophia Thomalla steht in schwarzer Lederjacke, Jeanshotpants und schweren Boots auf dem Flugfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof und schaut mit Schlafzimmerblick und leicht geöffneten Lippen in die Kamera. Was bei anderen Menschen lächerlich oder bestenfalls lasziv aussehen würde, wirkt bei der 26-Jährigen wie ein normaler Gesichtsausdruck und beinahe züchtig.

Wer regelmäßig die Auftritte der Schauspielerin auf dem roten Teppich verfolgt oder sie in den sozialen Medien abonniert hat, ist mehr gewohnt. Zu tiefe Ausschnitte, zu hohe Schlitze oder zu transparente Stoffe gibt es bei Sophia Thomalla nicht.

Erst kürzlich ließ sich die Tochter der ehemaligen „Tatort“-Kommissarin Simone Thomalla von Fotograf Oliver Rath mit schwarzen Dessous und Fetisch-Lederriemen bekleidet dabei ablichten, wie sie einen oberkörperfreien Mann mit ihrem High Heel zu Boden drückt, während sie seine Uniform mit einem Dampfbügler bearbeitet. In einem Spiegel ist ihre Kehrseite in einem Stringtanga zu bewundern. Das Ergebnis gab es mit dem Kommentar „Hausfrau mal anders“ auf Thomallas Instagram-Account zu sehen.

Freizügige Outfits gehören zum Job

Im persönlichen Gespräch mag die Berlinerin ihrem selbst kreierten Image dann aber so gar nicht entsprechen. „Ich habe privat überhaupt kein Interesse an Bondage und SM. Mir gefällt einfach nur der Stil der Fotos“, sagt sie in einer Shootingpause in ihrer Garderobe neben der Abflughalle. Leder liebe sie in erster Linie als Jacke, aber schließlich steht sie an diesem Tag auch als Gesicht eines Lederjackenlabels vor der Kamera. Authentizität sei natürlich wichtig, aber wenn das Geld stimmt, würde sie ihr Gesicht für beinahe jedes Produkt hergeben, sagt sie. Außer für Sexspielzeug, da hört für Sophia Thomalla dann doch der Spaß auf.

Dass sich Sex an anderer Stelle gut verkauft, ist für die ehemalige „Der Bergdoktor“-Darstellerin offenbar kein Widerspruch, sondern Teil ihres Jobs. „Meine Outfits auf dem roten Teppich sind für mich auch ein Stück weit Arbeitskleidung“, sagt sie. „Wenn ich eine Veranstaltung als privates Event ansehen würde, könnte ich dort ja auch in Jogginghose hingehen.“ Außerdem sei sie stolz auf ihre fraulichen Formen und ihren durchtrainierten Körper. Der sei schließlich harte Arbeit und deshalb zeige sie ihn gern. Vier bis fünf Mal die Woche gehe sie zum Sport und versuche, sich hauptsächlich gesund zu ernähren. „Ich habe keine exhibitionistische Ader. Ich ziehe einfach das an, was mir gefällt“, betont sie.

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert

Dass ihre öffentlichen Auftritte oder ihre Bilder auf Instagram etwas mit ihrem echten Leben zu tun hätten, sei ein Trugschluss. „Die Fotos, die ich in sozialen Netzwerken poste, sind natürlich inszeniert, weil ich nichts Privates teile“, sagt sie. Bilder mit ihrer Mutter und Großmutter sowie Ziehvater Sven Martinek, mit denen sie auch öffentlich auftritt, aber auch mit ihrem vermeintlichen Liebhaber Andy LaPlegua postet sie trotzdem. Fragen nach ihrem Privatleben sind für Sophia Thomalla dennoch Tabu. Das gilt vor allem für ihren aktuellen Beziehungsstatus. Der ist laut Boulevardpresse kompliziert.

Von einem Liebescomeback mit Rammstein-Frontmann Till Lindemann über eine Affäre mit dem norwegischen Sänger LaPlegua bis hin zu einem Flirt mit Comedian Oliver Pocher ist demnach alles möglich. „Die Presse versucht mich vielleicht mit einigen Artikeln zu provozieren, in der Hoffnung, ich müsste mich dann äußern. Aber ich muss gar nichts“, sagt Sophia Thomalla. „Von mir gibt es zu diesem Thema kein Sterbenswörtchen.“

Was andere denken, ist Sophia Thomalla egal

Fakt ist, im November 2015 ließ Thomalla über ihren Manager die Trennung von Till Lindemann nach fünf Jahren Beziehung bestätigen. Kaum einen Monat später postete LaPlegua bei Instagram ein Foto, das ihn beim Kuss mit der Schauspielerin zeigt, die sich wiederum bei der Echo-Verleihung im April vertraut mit Lindemann zeigte. „Es ist mir schlichtweg egal, was die Öffentlichkeit über meinen Beziehungsstatus denkt“, so Thomalla. Und das gilt auch für alle übrigen Lebensbereiche. „Wenn ich mir alles zu Herzen nehmen und alles überbewerten würde, was andere Leute sagen, dann wäre ich den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigt“, sagt sie. „Ich lebe also nach dem Motto: Ellbogen raus und mir selber treu bleiben.“