Deutschland-Premiere

Die "Angry Birds" locken an den Potsdamer Platz

Der 3D-Film „Angry Birds“ feiert am Sonntag seine Deutschland-Premiere im Sony Center. Christoph Maria Herbst outet sich als großer Fan.

Axel Prahl, Christoph Maria Herbst und Axel Stein (v.l.) auf dem roten Teppich mit den „Angry Birds“

Axel Prahl, Christoph Maria Herbst und Axel Stein (v.l.) auf dem roten Teppich mit den „Angry Birds“

Foto: Jörg Carstensen / dpa

„Angry Birds“ lockten am Sonntagnachmittag ins Sony Center am Potsdamer Platz. Zur Premiere des gleichnamigen 3D-Films verwandelte sich die Freifläche unter dem Zeltdach in einen Rummel für die Premierenbesucher. Hüpfburg, Kinderschminken, Dosenwerfen, Zuckerwatte, Pommes und eine Fotobox ließen nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Die deutschen Prominenten, die den Vögeln ihre Stimme geliehen hatten, gerieten da fast ins Hintertreffen.

Christoph Maria Herbst, Axel Prahl, Anja Kling, Smudo, Ralf Schmitz und Youtube-Stars wie iBlali synchronisierten die Vögel. Inspiration war dabei das Computerspiel „Angry Birds“, das seit 2009 seine Fans begeistert. Christoph Maria Herbst outete sich als großer Fan. „Ich bin zwar kein Gamer, aber ‚Angry Birds‘ hat es mir echt angetan“, sagte der Schauspieler. In den Drehpausen habe er alle Level durchgespielt. „Ich habe es sogar vom Handy gelöscht, neu geladen und von vorne angefangen“, sagte er.

Michael Kessler war das Spiel hingegen völlig fremd. „Ich habe nur Flugsimulator gespielt, doch den gibt es schon nicht mehr“, sagte er. Sauer wie ein Angry Bird wird Michael Kessler nur beim Autofahren. „Ich sage nur ‚Mittelspurfahrer‘ oder mit 30 Stundenkilometern auf die Autobahn auffahren, das macht mich wütend.“ Seine Kollegin Anja Kling kann hingegen „viel wegstecken“ bis sie ausflippt. Doch wenn sie merkt, dass sie angelogen wird, „kann es schon laut werden“. Kling war das Spiel ebenfalls unbekannt, ganz im Gegenteil zu Ralf Schmitz. „Ich liebe es, denn die Vögel sind so süß, die sehen nicht böse aus. Das ist wie im echten Leben, wo die Bösen immer die Schönsten sind“, erklärte Schmitz, der im Film den Bösewicht spricht.

Auch Smudo outete sich als Fan. „Ich liebe Computerspiele und habe es natürlich ausprobiert“, sagte der Musiker. Doch den Rapper der Fantastischen Vier hat etwas anderes fasziniert. „Ich habe mich gefragt, wie man es schafft, auf die einfache Welt eine komplizierte Geschichte aufzusetzen?“ Der Filmplot ist schnell erzählt. Er entführt auf eine friedliche Insel, wo die flugunfähigen Vögel leben. Eines Tages tauchen grüne Schweinchen auf, die Böses im Schilde führen. „Das ist ein dünner Plot“, sagte Christoph Maria Herbst. „Doch die Amis machen es so fett, dass es einem nicht auffällt“, erklärte er lachend.

„Die wollen die Eier der Angry Birds klauen“, ergänzte sein Kollege Axel Prahl. „Und ehrlich, wenn jemand meinen Kindern etwas antun würde, würde ich auch extrem wütend werden“, erklärte der Münsteraner „Tatort“-Kommissar. Seinen eigenen Nachwuchs ließ er bei der Premiere jedoch lieber zu Hause. „Ich wollte ihnen den Rummel nicht antun“, sagte er. In den Rummel stürzten sich hingegen Sascha Vollmer von The BossHoss, Cookie alias Heinz Gindullis und Gedeon Burkhard – allesamt mit ihrem Nachwuchs.

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