Oldtimer-Fahrt

Heidi Hetzer muss auf Weltreise Mann und Motor tauschen

Rennfahrerin Heidi Hetzer ist erst am Sonntag zu ihrer zweijährigen Weltreise mit einem 1930er Hudson aufgebrochen. Der Oldtimer machte direkt Probleme. Ein neuer Motor musste her. Und ein „Automann“.

Foto: Honza Klein

Eigentlich hatte Heidi Hetzer Wien längst im Rückspiegel sehen wollen. Stattdessen juckelte die Weltreisende Donnerstagabend gegen zehn Uhr erst an Bautzen vorbei. Ihre Laune aber war wunderbar: „Ich bin endlich unterwegs“, sagte sie stolz. Die ersten drei Tage ihrer für zwei Jahre geplanten Weltreise hatte Heidi Hetzer bei ihrer Werkstatt in Rheinsberg verbracht. Ein neuer Motor musste her.

Das war ärgerlich, kam aber nicht ganz überraschend. Hetzer hatte sich schon vor dem Start in Berlin Sorgen um ihr Gefährt gemacht. Der Oldtimer hat immerhin schon 84 Jahre auf dem Buckel. Am Sonntag also die Abfahrt aus der Hauptstadt. „Dann waren die Geräusche aber doch so unheimlich, dass ich mich entschlossen habe, noch mal in die Werkstatt zu fahren“, so Heidi Hetzer. Dort bekam der 1930er Hudson einen neuen Motor und nun ist er fit für die nächsten zwei Jahre und 95.000 Kilometer.

Ein „Automann“ sollte es schon sein auf dem Beifahrersitz

Während der Reparatur fiel Hetzer gleich ein weiteres Hindernis auf: ihr Beifahrer. Der sei einfach „kein Automann“ . Auch er wurde ausgetauscht. Ihr neuer ist Patrik Heinrichs aus Berlin. Er steigt aber erst in Istanbul dazu, denn bis dahin nimmt der 48 Jahre alte Berliner IT-Unternehmer noch an der Segel-WM in Kiel teil.

Bis dahin fährt Hetzer einfach alleine. „Ich kann ja mit dem Motor reden“, sagte sie und lachte. Weiter geht’s.