60. Geburtstag

Merkel macht aus CSU ein „schnurrendes Kätzchen“

Angela Merkel feierte ihren 60. Geburtstag. Mehr als 1000 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hatten sich zum Gratulieren eingefunden. Es gab auch Geschenke mit Hintersinn.

Es ist wie immer: Die Chefin hat zuletzt Feierabend. Während ihre Gäste bereits essen und trinken, schüttelt Angela Merkel im Konrad-Adenauer-Haus in Tiergarten Hände. Es ist ihr 60. Geburtstag, und viele wollen der Kanzlerin und CDU-Chefin gratulieren. Und es ist interessant zu beobachten, wer da mit wem redet. Ex-Bundespräsident Christian Wulff steht mit Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos zusammen. Innenminister Thomas de Maizière bespricht sich mit SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. Gekommen waren auch der ehemalige Fußball-Trainer Otto Rehhagel, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, Liedermacher Wolf Biermann und Musikproduzent Leslie Mandoki.

Im ersten Stock der CDU-Zentrale gibt es die Trattoria „Stromboli“, auf dem Buffet stehen Antipasti und Pasta. In der „Weinlaube“ wird neben Riesling und Pinot Noir auch Rinderfilet angeboten. Ein Tisch in der Hafenkneipe „Zur Fähre“ ist für das Geburtstagskind reserviert. Neben Merkel sitzen ihr Mann Joachim Sauer und der Historiker Jürgen Osterhammel. Außerdem: die Ministerpräsidenten Reiner Haseloff und Volker Bouffier, FDP-Chef Christian Lindner, Ex-Bildungsministerin Annette Schavan und Volker Kauder. Zuvor hatte es eine Herausforderung gegeben: Merkel hatte sich zum Geburtstag einen Vortrag von Osterhammel gewünscht. Der Geschichtsprofessor aus Konstanz sprach „Über die Zeithorizonte der Geschichte“.

Merkel erwähnte in ihrer Dankesrede auch Guido Westerwelle. Der ehemalige Außenminister kämpft gegen Knochenkrebs. Die Kanzlerin sagte, sie habe am Donnerstag mit ihm telefoniert. Sein Schicksal zeige, „dass wir füreinander einstehen sollten, in guten wie in schlechten Tagen“. Vizekanzler Sigmar Gabriel lobte: „Sie sind wirklich eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Und es ist - zumindest zeitweise - eine große Freude, mit ihnen zu regieren.“ CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt schenkte Merkel eine blau-weiße Kette, weil sie aus dem brüllenden bayerischen Löwen CSU ein „schnurrendes Kätzchen gemacht“ habe. Ob CSU-Chef Horst Seehofer, der nicht kommen konnte, weil ihm der Griechisch-Bayerische Kulturpreis verliehen wurde, diese Redewendung gefällt?

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