Agrar-Messe

Grüne Woche in Berlin: Das ist der ultimative Genuss-Plan

| Lesedauer: 5 Minuten
Konditorin Irina Rehfeld präsentiert auf der Grünen Woche 2023 in Berlin eine Auswahl an Cupcakes. Die Berliner Konditorei „Tigertörtchen“ bietet auch einige vegane Optionen an.

Konditorin Irina Rehfeld präsentiert auf der Grünen Woche 2023 in Berlin eine Auswahl an Cupcakes. Die Berliner Konditorei „Tigertörtchen“ bietet auch einige vegane Optionen an.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Die Genuss-Highlights bei der Grünen Woche 2023 in Berlin: Ob veggie, vegan oder mit Fleisch - unsere Empfehlungen samt Hallenplan.

Berlin.  Es war ganz schön was los am zweiten Messetag der Grünen Woche. Schon am Vormittag schoben sich die Massen durch die Hallen. Sowohl Familien, als auch Paare oder Freundesgruppen waren unterwegs. Die Stimmung war trotz des großen Andrangs ausgelassen. Dieses Jahr beteiligen sich 1400 Aussteller aus 60 Ländern an der Grünen Woche. Darunter sind rund 975 aus Deutschland und 425 internationale Anbieter. Zwölf Bundesländer bringen lokale und regionale Nahrungs- und Genussmittel aus ihrer Heimat nach Berlin.

Es gibt eine schier endlose Auswahl an Leckereien, die die Besucherinnen und Besucher der Grünen Woche genießen können. Hauptsächlich werden Gerichte mit Fleisch angeboten, aber auch eine große Auswahl an vegetarischem Essen ist vorhanden. Wer die Augen offen hält, findet zudem die ein oder andere vegane Option.

Grüne Woche 2023 in Berlin: An dieses Ständen kommen Veganer auf ihre Kosten

In Messehalle 22a ist das Bundesland Bayern vertreten. Anders als zu erwarten, gibt es hier einen Stand (C243) mit mehreren veganen Angeboten. Für 4,50 Euro pro Portion gibt es Gnocchi mit Tomatensoße und Gehacktem – auf Basis von Kräuterseitlingen. Alternativ wird an dem „Heimatkost“-Stand Dinkelspätzle mit Gemüsesoße und Rauki, ebenfalls aus Kräuterseitlingen, angeboten. „Heimatkost stellt veganen und vegetarischen Fleischersatz her und hat einen Fokus auf vegane Frischnudeln“, so die Mitarbeiterin Juliane Wenzel.

Gleich nebenan in der Berlin-Abteilung in Halle 22b bietet „Like Home“ (119) Hummus, Baba Ganoush, Mezze und Tartor an. Alle Dips werden zum kostenlosen Probieren in essbaren, veganen Schälchen gereicht. „Viele unserer Kunden sagen, es schmeckt wie Urlaub“, so der Betriebsleiter Monir Alzatari. „Das liegt daran, dass wir Original-Rezepte aus dem Nahen und Mittleren Osten nutzen.“

Am anderen Ende des Messegeländes in Halle 18 können die veganen Besucherinnen und Besucher für fünf Euro einen Burger auf Jack-Fruit-Basis aus Sri Lanka probieren. „Es ist mehr als nur ein veganer Burger. Unser Fokus liegt darauf mehr Grünes, mehr Natürliches und Gesundes in den Körper der Menschen zu bekommen“, so Parshanth Saravanapavan von dem Unternehmen „RRR&Co“ (134).

Wer es gerne klassisch mag, kann sich ebenfalls in Halle 18 Belgische Pommes „Rot-Weiß“ holen (130). „Wir haben uns extra um eine vegane Mayonnaise bemüht“, so der Geschäftsführer Marik Feldmann. Für Vegetarier ist die Auswahl größer. Es gibt unter anderem Käse- oder Knoblauchsoße. Eine Portion Belgische Pommes kostet vier Euro.

Grüne Woche 2023 in Berlin: Der Hallenplan

Hallenplan-Grafik zur Grünen Woche vergrößern

Leckeres für Vegetarier auf der Grünen Woche in Berlin

In Halle 7.2b befindet sich in der Mitte ein großer Ungarn-Stand. Neben viel Fleischigem gibt es hier auch die ungarische Spezialität Langos, ein Fladen aus Hefeteig, der in Fett gebacken wird. Wahlweise kann er pur oder mit Knoblauch, aber auch mit saurer Sahne und Käse gegessen werden (sechs bis acht Euro). „Das ist meine absolute Empfehlung. Den esse ich traditionell immer hier“, schwärmt die Messen-Besucherin Nasya Tolk.

Auch mexikanisches Streetfood in vegetarischer Variante gibt es auf der Grünen Woche in Halle 10.2. Vor dem hellblauen Wagen von „Sunny Burritos“ (117) ist der Andrang groß. Die reichhaltigen Burritos gibt es ab acht Euro. Die Füllung beinhaltet Gewürzreis, Salsa, Salat, Bohnenmus, Käse und wahlweise Guacamole oder Sour Cream.

Für den Nachtisch sind die Cupcakes, Cakepops und Macarons von der Berliner Konditorei „Tigertörtchen“ eine Empfehlung (Halle 22a). „Unsere Besonderheit sind die Cuptails“, so die Konditorin Irina Rehfeld. „Das sind Cupcakes mit integrierten Cocktails. Zu wählen ist zwischen den Sorten Erdbeer-Daiquiri, Mojito und Pina Colada.

Besonderheiten für Fleischesser bei der Grünen Woche 2023

Powl, ein Gericht aus Aserbaidschan, können die Messebesucher in Halle 7.2c für sechs Euro probieren. Es ist ein Reisgericht mit Rindfleisch, Aprikosen, Mirabellen, Maronen, gewürzt mit Safran und Kurkuma, erklärt Sahib Hasan von „Smak Azerbaijan“ (116).

Den „König unter den Würsten“ gibt es an Stand 130 in Halle 8.2 – so heißt es zumindest auf dem Angebotsschild. Elch-Bratwurst wird hier als schwedische Spezialität angeboten. Wählen kann man zwischen einer normalen Portion für sechs Euro und einer „Mini“-Portion, als Probe, für zwei Euro.

Typische polnische Gerichte gibt es in Halle 11.2. Am Stand 102 wird zum Beispiel Bigos, ein Eintopf aus Sauerkraut mit Würstchen angeboten. „Desto länger der Eintopf zieht, desto besser wird er,“ betont Kate Baczynska, die für die Grüne Woche aus Polen angereist ist. Außerdem gibt es Piroggen mit Gänsefleischfüllung (zwei Euro) – „die polnischen Ravioli“, so Baczynska.