Best of Berlin

Das sind die 10 spektakulärsten Aussichten Berlins

Hauptstadt mit Weitblick: Berlin bietet viele Orte, von denen die Stadt den Betrachtern zu Füßen liegt. Wir präsentieren eine Auswahl.

Auf dem Gasometer: Für die aussichtreichen Touren mit Sascha A. Maikowski und seinen Kollegen sollte man schwindelfrei und ohne Höhenangst sein

Auf dem Gasometer: Für die aussichtreichen Touren mit Sascha A. Maikowski und seinen Kollegen sollte man schwindelfrei und ohne Höhenangst sein

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Lübars: Ein 85 Meter hoher Müllberg mit Aussicht

Der Freizeitpark Lübars entstand auf einer ehemaligen Hausmüll­deponie. Von 1975 bis 1993 wurde diese in eine Freizeit- und Erholungsanlage umgewandelt und zum Eldorado für Spaziergänger, Radler, Reiter und Fans von Drachen und Modellbaufliegern. Von der Lübarser Höhe, dem 85 Meter hohen „Berg“, kann man bis zum Märkischen Viertel blicken.

Freizeitpark Lübars, Alter Bernauer Heerweg 10, Lübars, Bus 222 Alter Bernauer Heerweg, rund um die Uhr geöffnet

Grunewald: Auf 204 Stufen zum Rundum-Blick über Berlin

Ein bisschen muss man sich schon anstrengen, um einen 360-Grad-Blick über Berlin zu genießen. 204 Stufen müssen dafür erklommen werden. Doch die Aussicht über die Havel von der 36 Meter hoch gelegenen Plattform ist es wert. Wer den von Franz Schwechten entworfenen, 1899 eingeweihten 55-Meter-Turm aus rotem Backstein erobern will, geht dafür einfach ins Restaurant Grunewaldturm und entrichtet den Eintritt von vier Euro pro Person.

Grunewaldturm, Havelchaussee 61, Bus 218 Grunewaldturm, tägl. ab 10 Uhr, Tel. 41 72 00 01, restaurant-grunewaldturm.de

Mitte: Beste Aussicht von einem Kirchturm

Für die 1873 eingeweihte Zions­kirche hatte man sich einen besonderen Standort ausgesucht, den 52 Meter hohen Weinberg, einst eine der höchsten Erhebungen Berlins. Da verwundert es nicht, dass vom 67 Meter hohen Kirchturm die Aussicht bestens ist. Sonntags kann man den Turm erklimmen – für eine Spende von einem Euro, die nach den 104 Stufen erbeten wird.

Zionskirche, Zionskirchplatz, Bus M1, Tram 12, 50, M1 Zionskirchplatz, So. 12–17 Uhr, Tel. 449 47 43, zionskirche-berlin.de

Spandau: Der älteste Turm des ältesten Gebäudes in Berlin

Was ist das älteste Gebäude Berlins? Der Juliusturm der Zitadelle, erbaut Anfang des 13. Jahrhunderts. Geschichte und Ausblick lassen sich verbinden, indem man durch die Tresortür – hinter den 3,60 Meter dicken Mauern wurde nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 der sogenannte Reichkriegsschatz gelagert – tritt und die 153 Stufen hinaufsteigt. Dann blickt man über Festungsanlage und Havel, bei gutem Wetter bis zum Fernsehturm.

Juliusturm, Am Juliusturm 64, Bus X33 Zitadelle, tägl. 10–17 Uhr, 4,50 Euro, erm. 2,50 Euro, Tel. 354 94 40, zitadelle-berlin.de

Marzahn: Spektakuläre Aussichtsplattform

Der Wolkenhain, Wahrzeichen der IGA 2017, ist ein neuer Aussichtspunkt Berlins. Auf dem Kienberg wurde eine 20 Meter hohe spektakuläre Kon­struktion aus rund 170 Stahlknoten und einer durchscheinenden Membran errichtet. 97 Stufen führen zur Aussichtsplattform, von der aus man bis nach Brandenburg blickt. Man erreicht den Kienberg per pedes oder mit der Seilbahn.

Wolkenhain in den Gärten der Welt, Hellersdorfer Str. 159, Marzahn, U5 Kienbergpark, tägl. ab 9 Uhr, 7 Euro, inkl. Seilbahn 9,90 Euro, erm. 3 Euro, mit Seilbahn 5,50 Euro, gruen-berlin.de

Mitte: Höchste Stadtführung am Alexanderplatz

In Windeseile geht es per Aufzug zur 203 Meter hohen, verglasten Aussichtsplattform des Fernsehturms. Das Bauwerk aus 60er-Jahren ist ein Besuchermagnet. In der Hochsaison werden täglich bis 3500 Besucher gezählt. Gäste des 207 Meter hohen Restaurants genießen die „höchste Stadtführung Berlins“: Das Restaurant dreht sich in einer Stunde um die eigene Achse.

Fernsehturm, Panoramastr.1 A, S5 / 7 / 75, U2 / 5 / 8 Alexanderplatz, tägl. 9–24 Uhr, 15,50 Euro, Kinder 9,50 Euro, Tel. 247 57 50

Schöneberg: Hoch hinausaufs Industriedenkmal

Geschichtsstunden aus der Vogelperspektive gibt es bei Sascha A. Maikowski und seinen Kollegen bei Führungen auf den 78 Meter hohen Gasometer. Für den obersten Ring des Industriedenkmals muss man 420 Stufen überwinden. Man sollte schwindelfrei sein und keine Höhenangst haben.

Gasometer, Euref-Campus 17, S 1 / 2 / 41 / 42 / 45 / 46, Anmeldung: gasometer1@googlemail.com, 22–25 Euro p. P.

Tiergarten: Schnellster Aufzug im Kollhoff-Tower

Mit dem schnellsten Aufzug Europas geht es in 20 Sekunden auf knapp 91 Meter Höhe in die 24. Etage des Kollhoff-Towers zum verglasten Panoramacafé und der Open-Air-Ausstellung über den Potsdamer Platz. Über eine Treppe erreicht man die darüber liegende Aussichtsplattform mit City-Blick. Öffnungszeiten bis 21 Uhr stehen beim Festival of Lights im Oktober an, damit man den Blick auf den ob seines 20. Geburtstags besonders illuminierten Potsdamer Platz noch länger als sonst genießen kann.

Panoramapunkt, Potsdamer Platz 1, S1 / 2 / 25, U2 tägl. 10–20 Uhr, Café 11–19 Uhr,
7,50 Euro, erm. 6 Euro, Tel. 25 93 70 80, www.panoramapunkt.de

Westend: Aussichtsplattform an der Glocke

Im gläsernen Aufzug geht es nach oben. Dabei laufen Szenen aus der Geschichte des Bauwerks ab. In 27 Sekunden ist die Aussichtsplattform an der Glocke erreicht. Man kann sich den Weg selbst erarbeiten, muss dann rund 60 Stufen hinaufsteigen. So erklimmt man eine zweite Aussichtsetage des 77 Meter hohen Turmes, die eine Panoramasicht auf das Olympiastadion bis zum Alexanderplatz und bei klarem Wetter bis nach Potsdam und zu den Müggelbergen bietet.

Glockenturm im Olympiapark Am Glockenturm, Westend, S5 / 75 Pichelsberg, tägl. 9–18 Uhr, 5 Euro, 6–14 J. 3 Euro, Tel. 305 81 23, www.glockenturm.de

Tiergarten: Die Wendeltreppe 285 Stufen hinauf

Die Goldelse genießt den Panoramablick über den Tiergarten Tag für Tag. Wer es ihr nachtun will, muss allerdings erst die 285 Stufen der Wendeltreppe zur 51 Meter hohen Aussichtsplattform überwinden, doch die Kraftanstrengung lohnt sich. Die Siegessäule wurde 1864 bis 1873 nach Entwürfen von Heinrich Strack als Nationaldenkmal der Einheitskriege gebaut und kam 1939 an ihren jetzigen Standort. Die 8,3 Meter hohe und 35 Tonnen schwere vergoldete Bronzeskulptur, die die römische Siegesgöttin Viktoria darstellt, stammt vom Bildhauer Friedrich Drake.

Siegessäule, Großer Stern 1, Tiergarten, Bus 100, 106, 187 Großer Stern, Mo.–Fr. 9.30–18.30 Uhr, Sbd. + So. 9.30–19 Uhr, 3 Euro, erm. 2,50 Euro

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