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Zehn märchenhaft schöne Tipps zur 6. Berliner Familiennacht

Bei der 6. Berliner Familiennacht (8. Oktober) warten mehr als 90 Veranstaltungen drinnen und draußen auf große und kleine Besucher. Eine Auswahl.

Ob Akrobatik, Jonglage oder Hula-Hoop: Die Artistenschule Contraire in Köpenick bringt dem jungen Publikum in der langen Familiennacht Tricks und Kunststücke bei

Ob Akrobatik, Jonglage oder Hula-Hoop: Die Artistenschule Contraire in Köpenick bringt dem jungen Publikum in der langen Familiennacht Tricks und Kunststücke bei

Foto: Contraire / promo

Köpenick: Nachwuchs-Artisten zeigen ihre Kunststücke

Akrobatik, Jonglieren, Hula-Hoop, Teller drehen, Robe Skipping, Kugellaufen. „Wer sich als Artist versuchen will, kann dies bei uns machen“, sagt Jutta Schönherz, ehemalige Hochseilartistin und Chefin der Artistenschule contraire, die in diesem Jahr ihren 35. Geburtstag feiert. Zusammen mit Trainern und Artistenschulkinder lernen die Besucher kleine Kunststücke. Gegen 18.30 Uhr zeigen die „Profis“, was sie können. Tipp für Nachwuchs-Artisten: Turnschuhe mitbringen.

Artistenschule contraire Katzengraben 19, Köpenick, Tram 27, 61, 62, 63, 67, 68, Bus 164 Freiheit, 17–21 Uhr, Eintritt 5 Euro, Kinder 3 Euro, zirkustraeume.de

Spandau: Geschichten aus vieler Herren Länder

Im gemütlichen zeltartigen Leseraum werden Geschichten und Märchen aus verschiedenen Ländern und in verschiedenen Sprachen vorgelesen. „Ein Kasperle-Theaterstück wird aufgeführt, am Lagerfeuer gibt es Stockbrot und wir veranstalten ein Quiz zum Thema Licht und Dunkelheit“, beschreibt Viola Scholz-Thies, Leiterin des Familientreffs Staaken, das Programm, an dem in diesem Jahr alle neun Spandauer Familienzentren teilnehmen. Zum Naschen, so Scholz-Thies, werde es Brezeln und Kuchen geben.

Familienzentrum Villa Nova Rauchstr. 66, Spandau, Bus 136, 236 Rauchstraße, 17–21 Uhr, Eintritt frei, www.gwv-heerstrasse.de

Prenzlauer Berg: Hinauf aufs Dach der Klosterkirche

Im vergangenen Jahr ging es in den Klosterkeller. „Jetzt steigen wir zum Dach der Klosterkirche hinauf“, sagt Markus Nowak, Sprecher des Herz-Jesu-Klosters, das zum dritten Mal bei der Familiennacht dabei ist. Auf dem Weg nach oben erzählt die Theaterpädagogin Natalie Wassermann Geschichten über Menschen, die andere Kulturen willkommen geheißen haben. Im Klosterhof, so Nowak, gibt es ein Familienprogramm. Stärken können sich die Besucher mit Bratwürstchen.

Herz-Jesu-Kloster Greifswalder Str. 18a, Prenzlauer Berg, Tram M4 Hufelandstraße, Tram M4, Bus 142, 200 Friedrichshain, 17.30–21.30 Uhr, Eintritt frei, Spende erwünscht, www.herz-jesu-kloster.de

Reinickendorf: Von Stockbrot backen bis zur Ü50-Party

„Wir sind seit der ersten Familiennacht dabei“, sagt Michael Witte, Geschäftsführer von Aufwind e.V., dem Träger des Lokalen Bündnisses für Familie in Reinickendorf-Ost, das mit zahlreichen Einrichtungen das heutige Programm auf die Beine stellt. „Kinder können Geschichten in verschiedenen Sprachen hören oder Bücher gestalten. Am Lagerfeuer wird Stockbrot gebacken“, so Witte. Im benachbarten Seniorenzentrum wird zur Ü50-Party geladen.

Bibliothek am Schäfersee Stargardtstr. 11–13, Reinickendorf, U8 Franz-Naumann-Platz, 17–21 Uhr, Eintriff frei, www.aufwind-berlin.de

Steglitz: Eine lange Nacht mit Zeichentrickfilmen

„Bei der Kinomania international zeigen wir spannende Kurzfilme für Kinder und Erwachsene, Zeichentrickfilme und mit ‚Vorhang auf – Die Sprache der Bilder’ einen Stummfilm mit Musikbegleitung“, stellt Koordinator Aliaksei Melnikau die kultur- und generationsübergreifenden Filmnacht vor. In einem Workshop wird gezeigt, wie Animationsfilme entstehen und es gibt ein Pantomime-Film-Quiz.

Interkulturelles Familienzentrum „Familien-RING“ Selerweg 17, Steglitz, 17–20.30 Uhr, Eintritt frei, www.mitra-ev.de

Schöneberg: Hier kann man die alte Räuberspracher erlernen

1810 konnte Johann Peter Horst, Anführer der Brandräuber-Bande „Mordbrenner Horst und Konsorten“, nach einem Brand in Schöneberg endlich gefasst werden. „Wir veranstalten eine Nacht wie vor 200 Jahren mit Markttreiben, Rollenspielen, Räuberschatzsuche. Wir lernen auch die Räubersprache und erfahren einiges über die Räuber, die damals ihr Unwesen trieben“, sagt Brigitte Garde vom Jugend Museum, die auf viele kostümierte Besucher (ab 6 J.) hofft. Verkleidungen, so Garde, gäbe es aber auch im Museum.

Jugend Museum Hauptstr. 40–42, Schöneberg, Bus 104, 187, M48, M85 Albertstraße, 17–23 Uhr, Eintritt frei, www.jugendmuseum.de

Charlottenburg: Dornröschen als Puppentheater

Wenn Gabriele Wittich ihren Koffer öffnet, erwachen Prinzessinnen und Prinzen, Ritter und Zauberer sowie ein Frosch zum Leben. „Um 18 und um 20 Uhr spiele ich mein neuestes Stück ‚Dornröschen’“, freut sich die Puppentheaterspielerin. Die kleinen Zuschauer, ab drei Jahren, sitzen dabei unter einem Sternenhimmel, den Wittich an der Decke ihres kleinen Theaters erschaffen hat. „Es gibt auch Kostüme zum Verkleiden, wir basteln Rosen und Kronen und es gibt königliches Essen“, so Gabriele Wittich.

Kindertheatermobil Knobelsdorffstr. 23, Charlottenburg, U2 Sophie-Charlotte-Platz ab 18 Uhr, Eintritt 1 Euro bzw. gratis, www.kindertheatermobil-gw.de

Kreuzberg: Bogenschießenmit Leuchtfarben

Um Bewegung und Licht geht es auf dem Gelände der Kreuzberger Kinderstiftung. „Wir freuen uns auf einen schönen Abend mit Lagerfeuer, Stockbrot backen und Lieder singen“, so Roman Föllmer, pädagogischer Mitarbeiter der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Indiwi. Der Dunkelheit wird auch beim Bogenschießen mit fluoreszierenden Farben getrotzt. Im Garten steht eine Jurte, es gibt Snacks und Getränke. Austoben können sich die Besucher an zahlreichen Aktions-Stationen.

Kreuzberger Kinderstiftung Ratiborstr. 14a, Kreuzberg, Bus M29 Glogauer Straße, 18–22 Uhr, Eintritt frei, Spenden erwünscht, indiwi.de

Moabit: Musik, Spiel und Tanz im SOS-Kinderdorf

Musik ist grenzenlos. „Wir starten gegen 16 Uhr mit einem Gitarrensolo des syrischen Musikers Adel Al Sabawi und Klavierstücken von Kindern aus den Musikkursen des SOS-Kinderdorfes“, sagt Dagmar Becker. Auf dem weiteren Programm stehen Kindertheater mit Livemusik, türkische Lieder gesungen von den Kinderdorf-Mitarbeiterinnen, der Auftritt einer Potsdamer Capoeira-Gruppe sowie der Divine-Dance-Company. Mitmachen heißt es, wenn die Kindertanztruppe des Kinderdorfes in Aktion tritt.

SOS-Kinderdorf Waldstr. 23/24, Moabit, S41, 42 Beusselstaße 16–19 Uhr, Eintritt frei, www.sos-kinderdorf.de

Friedrichshain: Lesungen, szenische Spiele und Lagerfeuer

10 „Hereinspaziert bis zur Dunkelheit“ heißt das Motto der Kinderfreizeiteinrichtung „Känguruh“. Dort wartet ein sehr großer Abenteuerspielplatz mit Türmen, Hängebrücke und Baumhaus auf Schulkinder und deren Familien. „Wir laden ein zu einer Verbindung aus abenteuerlichen Lesegeschichten, Schauspieler lesen vor, und szenischem Spiel mit dem Künstlerkollektiv Kommando: SpitzBube“, sagt Leiterin Christina Scholze. Am Lagerfeuer gibt es ein „Multikulti-Spezialitäten-Büffet“ (Spenden erbeten).

Kinderfreizeiteinrichtung „Känguruh“ Konitzer Str. 2, Friedrichshain, U1, S3, 5, 6, 7, 75, 9 Warschauer Straße, 17–20 Uhr, Eintritt frei, www.kfe-kaenguruh.de

Weitere Informationen zur Familiennacht finden Sie hier: Lange Nacht der Familie 2016 - Termine, Tickets & Highlights