Best of Berlin

Das sind die wohl schönsten Aussichtspunkte in Berlin

Aussichtpunkte mit unverstelltem Weitblick: Berlin bietet imposante Perspektiven - vor allem im Frühling. Eine Auswahl.

Europas schnellster Aufzug führt auf den Panoramapunkt

Europas schnellster Aufzug führt auf den Panoramapunkt

Foto: V.N. Hoang / dpa-tmn

Mitte: Imposanter Blick auf die Stadt aus 40 Metern Höhe

„Nach 254 Stufen liegt einem Berlin zu Füßen“, sagt Sven Ludwig, Geschäftsführer der C & L Ludwig Immobilienverwaltung, die den Französischen Dom verwaltet. Die umlaufende Balustrade des 1780–1785 errichteten Kuppelturms auf dem Gendarmenmarkt befindet sich in rund 40 Metern Höhe. Innen wie außen, so Ludwig, gäbe es auch genügend Bänke zum Ausruhen und Verweilen. Die Öffnungszeiten können je nach Wetter variieren. Anfang Oktober wird der Ausblick wegen Sanierungsarbeiten des Gebäudes geschlossen.

Aussichtsbalustrade des Französischen Doms Gendarmenmarkt 1–5, Mitte, tägl. ca. 10–19 Uhr, 3 Euro, Kinder 1 Euro, Tel. 20 30 60, www.franzoesischer-dom.de

Marzahn: Luftiger Spaziergang über den Dächern der Stadt

Schwindelfreiheit und festes Schuhwerk, dann steht der Eroberung des „Degewo-Skywalk Marzahner Promenade“ nichts im Wege. „Seit der Eröffnung Ende September haben schon rund 1500 Besucher den Blick auf Berlin von der
70 Meter hohen Aussichtsplattform genossen“, sagt Isabella Canisius. Die Aussichtsplattform wurde auf einem Maschinenhaus auf dem Dach eines 25-stöckigen Wohnhauses errichtet. „Für unser Team suchen wir ehrenamtliche Skywalk-Guides“, sagt Canisius.

Degewo-Skywalk Marzahner Promenade, Raoul-Wallenberg-Str. 40/42, Marzahn, Tram 16, M6 Freizeitforum Mahrzahn, Di. 10–12., Do. 14–16, Sbd. 10–12 Uhr, nur nach Terminvereinbarung, kostenlos, Spenden erwünscht, Tel. 264 85-25 88, marzahn@degewo.de, www.degewo.de

Mitte: Blick auf die Hauptstadt aus der Vogelperspektive

„Frühstücken mit 360-Grad-Blick, dinieren über dem beleuchteten Berlin“, beschreibt Dietmar Jeserich das 207 Meter hoch gelegene, sich in einer Stunde um die eigene Achse drehende Restaurant „Sphere“ im Fernsehturm. 1969 auf dem Alexanderplatz eröffnet, ist er mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands. In der unteren Panoramaetagen-Ebene findet man die „Bar 203“. „Vom Fernsehturm kann man die Hauptstadtfunktion erklären“, so Jeserich. „Man sieht Kanzleramt und Reichstag, mit dem Stadtschloss das wachsende Berlin, mit Zeughaus und Gendarmenmarkt das historische.“

Fernsehturm, Panoramastr. 1A, Mitte, S5, 7, 75, U 2, 5, 8 Alexanderplatz, tägl. 9–24 Uhr, ab 13 Euro, erm. ab 8,50 Euro, Tel. 24 75 75 875, tv-turm.de

Gesundbrunnen: Freie Sicht vom Trümmerberg im Humboldthain

„Von der 85 Meter hohen Hum­boldt­höhe im Humboldthain hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt, nach Mitte und Prenzlauer Berg“, sagt Heike Tielscher, Inspektionsleiterin beim Grünflächenamt in Mitte. Zudem sollte man sich den Sommer vormerken. Dann, so Tielscher, habe man auch eine tolle Sicht auf den Rosengarten, in dem dann Tausende Rosen blühen werden. Mehr als 50 Rosensorten wurden gepflanzt. Ab Ende April werden Frühlingsblüher erwartet und der Weg auf den ehemaligen Trümmerberg werde, so Tielscher, von verschiedenfarbig blühenden Rhododendren gesäumt.

Humboldthöhe im Volkspark Humboldthain, Brunnenstraße, Gesundbrunnen, S1, 2, 25, 41, 42, U8 Gesundbrunnen

Kreuzberg: 66 Meter über dem Meer liegt das Schinkel-Denkmal

Der Wasserfall im Viktoriapark ist nicht ganzjährig in Betrieb. Die Aussicht vom Kreuzberg kann man aber tagtäglich rund um die Uhr genießen. Das im Jahr 1821 enthüllte Nationaldenkmal von Karl Friedrich Schinkel erinnert an die gefallenen preußischen Soldaten der Befreiungskriege zwischen 1813 und 1815. Und der Blick ist tatsächlich imposant, ist man erst einmal auf dem Berg angelangt. Auch wenn der Kreuzberg 66 Meter über dem Meeresspiegel liegt, muss man, um zu dem Nationaldenkmal mit Aussicht zu gelangen nur 36 Meter Höhenunterschied zurücklegen – etwas anstrengend ist der Aufstieg aber dennoch.

Schinkel-Denkmal auf dem Kreuzberg im Viktoriapark, Kreuzbergstraße und Katzbachstraße. 15, Bus 140 Monumentenstraße, Kreuzberg/Wasserfall

Charlottenburg: Zum Ausblick gibt es Spargel und Beeren

Durchschnittlich gebe es 60.000 Auffahrten im Jahr zur 126 Meter hohen Aussichtsplattform, sagt Udo Scheffer, Geschäftsführer von Capitel Catering. Obwohl das 116 Plätze bietende Funkturm-Restaurant mit 55 Metern nur knapp halb so hoch liegt, sei der Ausblick, so Scheffer, grandios. Hinzu kommt das original erhaltene 20er-Jahre-Interieur. „Mittwochs bis freitags von 12 bis 15 Uhr kann man lunchen, drei Gänge für 12 bis 16 Euro, abends bieten wir monatlich wechselnde Spezialitätenbüffets (27,50 Euro p.P.) an, Maithema sind Spargel und Beeren“, so Scheffer.

Funkturm, Restaurant Hammarskjöldplatz, Charlottenburg, Mo. 10–20, Di.–So 10–23 Uhr (ggf. wetterbedingte Schließungen), 5 Euro, erm. 3 Euro, Restaurant: 3 Euro, erm. 2 Euro, Di. 18–23 Uhr, Mi.–So. 11.30–23 Uhr, Tel. 30 38 29 00, www.funkturm-messeberlin.de

Tiergarten: Mit dem schnellsten Aufzug Europas ganz nach oben

„Mit dem schnellsten Aufzug Europas hat man nach 20 Sekunden einen Blick auf die Skyline von Berlin. Man sieht den Fernsehturm, den Berliner Dom, den Teufelsberg, den Flughafen Tegel und bei gutem Wetter bis nach Falkensee“, beschreibt Panoramapunkt-Sprecherin Mandy Günther den Ausblick von knapp 100 Metern Höhe. In der 24. Etage befindet sich auch das Panoramacafé. Ebenfalls im Kollhoff Tower zu sehen, ist eine Ausstellung zur Geschichte des Potsdamer Platzes.

Panoramapunkt, Potsdamer Platz Potsdamer Platz 1, Tiergarten, S1, 2, 25 tägl. 10–20 Uhr, Café 11–19 Uhr, 20.4. komplett geschlossen, 6,50 Euro, erm. 5 Euro, bis 6 Jahre frei, www.panoramapunkt.de

Westend: Ein Glockenturm im Grünen mitten im Olympiapark

„Von Spandau im Westen bis zum Alexanderplatz, bei guter Sicht bis Potsdam und zu den Müggelbergen“, beschreibt Manfred Uhlitz den Ausblick vom Glockenturm im Olympiapark über das Olympia-Gelände. Das steinerne, mehr als 77 Meter hohe Bauwerk, ist ein Nachbau des 1934 bis 1936 als Teil des Olympia-Geländes zu den Spielen 1936 errichteten Turms. Der nach Plänen von Werner March entstandene Glockenturm wurde im Krieg stark beschädigt und 1947 gesprengt. Anfang der 60er-Jahre wurde er wieder aufgebaut.

Glockenturm, Am Glockenturm, Westend, S5 Pichelsberg, tägl. 9–18 Uhr, 4,50 Euro, 6–14 J. 3 Euro

Spandau: Sonnenuntergängegucken wie in der Karibik

Hoteldirektor Dennis Pomrehn schwärmt von der Aussicht des in der 16. Etage gelegenen, 160 Plätze großen Sky Tower-Restaurants. „Ein fantastischer Spandau-Blick mit Zitadelle und Rathaus bis zu Olympiastadion und Teufelsberg sowie Sonnenuntergänge wie in der Karibik“, sagt er. Es gibt Businesslunch (Mo.–Fr. 11.30–14 Uhr, 2–3 Gänge 8,50–12,50 Euro), ein Fünf-Euro-Tagesgericht und neu die „After Work Business Lounge“ (Mo.–Fr. 16.30–18 Uhr) mit Drinks zu halben Preisen und Fingerfood.

Sky Tower im Novum Winters Hotel im Spiegelturm, Freiheit 5, Spandau, S5 Stresow, tägl. 11.30–23 Uhr, Tel. 33 09 80, www.skytower-berlin.de

Tiergarten: Vor der Aussicht liegen 285 Stufen

Die „Goldelse“ hat es gut. Sie musste die 285 Stufen nicht selber erklimmen, wie es die Besucher der Aussichtsplattform der Siegessäule auf sich nehmen müssen. Die 8,2 Meter große goldene und geflügelte Siegesgöttin wurde einst auf ein 67 Meter hohes Monument gesetzt. Das von Johann Heinrich Strack entworfene und 1865 bis 1873 erbaute Monument, das bis 1938 auf dem Platz der Republik stand, bietet einen beeindruckenden Panoramablick über den Tiergarten auf die Stadt. Man muss eben nur erst die 285 Stufen geschafft haben.

Siegessäule, Großer Stern, Tiergarten, Bus 100, 106, 187 Großer Stern, tägl. 9.30–18.30 Uhr, 3 Euro, erm. 2,50 Euro

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