Best of Berlin

Wo Berlin seinen frischen Fisch kauft

Ob edler Hummer oder rustikales Matjesbrötchen: Berliner Restaurants und Fachgeschäfte geben dem Kunden das Gefühl, dass das Meer direkt vor der Tür liegt. Eine Auswahl der besten Fisch-Läden in Berlin.

Foto: Sergej Glanze

1. Charlottenburg: Inselgefühle am Kurfürstendamm

Deutschlands nördlichste Insel hat auch in Berlin eine große Fangemeinde. Die pilgert gern für ein Fischbrötchen auf die Hand an den Kurfürstendamm und schlürft Austern auf der großen Terrasse. Oder man genießt in typisch maritimer Atmosphäre mit Steuerrad und Rettungsring eine Dorade vom Grill, Surf & Turf mit Garnelen und Rinderfilet oder einen ganzen Hummer mit einem Gläschen Schampus. Unter der Woche gibt es einen günstigen fischigen Mittagstisch.

Let’s go Sylt, Kurfürstendamm 212, Charlottenburg, U1, 9 Kurfürstendamm, Mo. –Do. 11–24, Fr.+Sbd. 11–1, So. 12–24 Uhr,

Tel. 88 68 28 00, www.letsgosylt.com

2. Kreuzberg: Im Wrangel-Kiez und auf dem Winterfeldtmarkt

„1908 eröffnet, sind wir das älteste Fischfachgeschäft Berlins“, sagt die jetzige Inhaberin Ayşe Andiç. In der Theke finden sich hausgemachte Fischsalate und Fischbouletten, an Frischware finden sich Fische und Meeresfrüchte wie Kabeljau, Hering, Lachs, Thunfisch, Schwertfisch, Gambas oder Jakobsmuscheln. Seit sechs Jahren gibt es auch ein Imbissangebot, etwa mit Fischcurry, Fischsuppe und Fischburger. Auch auf Märkten wie dem Winterfeldtmarkt hat das Fischgeschäft einen eigenen Stand.

Fisch-Schmidt, Wrangelstr. 82, Kreuzberg, U1 Schlesisches Tor, Di.–Fr. 9.30–19, Sbd. 9–15 Uhr, Winterfeldtmarkt Schöneberg Mi. 8–14, Sbd. 8–16 Uhr. Markt Karl-August-Platz Charlottenburg Mi. 8–13, Sbd. 8–14, Markt Preußenallee Westend Fr. 8–13 Uhr, Tel. 612 32 49, fisch-schmidt-berlin.de

3. Hermsdorf: Fachgeschäft mit eigener Räucherei und Sushibar

„Die beste Fischbude südwärts von List“ nennt sich das 1991 eröffnete Fischfachgeschäft mit Bistro und Sushibar selbstbewusst. Ob Stremellachs, Butterfisch, schwarzer Heilbutt, Bismarkhering, Matjes oder Scholle: Die Auswahl ist groß. „Wir räuchern selbst, Fischbuletten und alle Salate stammen aus eigener Herstellung“, so Mario Gaideck. Täglich stehen zwei Mittagsgerichte, etwa Fischpfanne, auf der Karte.

Der Gaideck, Heinsestr. 53, Hermsdorf, S1 Hermsdorf, Mo–Sbd. 11–22, So., fei. 12–21 Uhr, Tel. 404 80 17, www.der-gaideck.de

4. Prenzlauer Berg: Fish & Chips, Matjes oder drei Austern auf Eis

Emanuel Baran ist auf Weltreise gegangen, hat 20 Jahre Erfahrungen in der japanischen Küche gesammelt. Seit vier Jahren betreibt er sein Fischbistro mit rund 30 Plätzen. „Wir bieten Fischburger, Fish & Chips mit acht verschiedenen Fischen wie Seehecht, Scholle oder Lachs und hausgemachter Sauce. Renner aber sind Matjes und Bratkartoffeln, Bouillabaisse und die Fischplatte für zwei“, so Baran, der rät, abends unbedingt zu reservieren. Edel: Drei Austern auf Eis und ein Glas Weißwein (6,90 Euro).

Fischfabrik, Danziger Str. 24, Prenzlauer Berg, U2 Eberswalder Straße, Mo.–Sbd. 10–22, So. 14–22 Uhr, Tel. 64 31 45 81, www.fischfabrikberlin.de

5. Friedrichshain: Hier gibt es auch Rezeptideen für daheim

Fischszenarien an der Wand und ein Aquarium sorgen für maritime Atmosphäre. Zum Fischladen gehört auch ein Bistro mit umfangreicher Karte: Fish & Chips von Edelfischen mit Süßkartoffel-Pommes, Austern auf Eis, Fischsuppe, Graved Lachs auf Pumpernickel, Pasta mit Meeresfrüchten und Fischbrötchen werden im Fischschuppen angeboten. „Auf Bestellung können wir fast jeden Fisch innerhalb von 24 Stunden bekommen“, so Teilhaber Olli Lau. „Wir geben auch Rezeptideen für die Zubereitung.“

Fischschuppen, Boxhagener Str. 68, Friedrichshain, Tram M21, Bus 240 Neue Bahnhofstraße, Tel. 22 43 50 39, Mo.–Fr. 10–22.30, Sbd.+So. 13–22.30 Uhr, www.facebook.com/Fischschuppen

6. Schöneberg: Gleich im Restaurant essen oder mitnehmen

Auf der einen Seite Fischladen, auf der anderen Seite Restaurant. Im „Atlantik“ gibt es immer frisch eine große Auswahl an Meeres- und Flussbewohnern. Von Forellen über Sardinen und Doraden, Heilbuttfilets und Seeteufel bis zu Austern und Garnelen reicht das Angebot. Im einfach eingerichteten Restaurant kommen alle Gerichte wie der Hamsili-Pilvav (Sardellen-Pilaw, sechs Euro) mit Brot und Salat auf die rustikalen Tische. Besonders beliebt: die Fischsuppe nach Familienrezept (groß sieben, klein vier Euro).

Atlantik Fischladen und Restaurant, Potsdamer Str. 166, Schöneberg, U2 Bülowstraße, tägl. 10–24 Uhr, Tel. 20 05 14 94 95, www.atlantik-fisch-restaurant.de

7. Hakenfelde Bei Raymons wird der Fisch ganz klassisch gebraten

„Bei mir gibt es den Fisch ganz klassisch gebraten mit Kräuterkartoffeln und Aromabutter“, erklärt Raymon Frost sein Küchenkonzept. Aber er lässt sich noch einiges mehr für sein direkt am Wasser gelegenes Restaurant einfallen. „Jeden Sonntag gibt es den Kapitäns-Brunch (24,90 Euro), regelmäßig Seafood-BBQ, Hummer-Abende oder jetzt saisonal ‚Miesmuscheln satt’ mit Weißwein-, Tomaten- oder meiner spanischen Spezialsauce mit Knoblauch, Curry und Mandeln“, sagt Frost.

Raymons, Frieda-Arnheim-Promenade 7, Hakenfelde, Bus 136, 236, N34 Eiswerderstraße, Kirchhofstraße, Mo.–Sbd. 12–24 Uhr, So. 9.30–24 Uhr, Tel. 54 84 27 43, www.raymons.de

8. Tegel: Zander, Kabeljau und Lachs mit Blick auf den See

Das Fisherman’s am Tegeler See bietet Fischgenuss mit Seeblick, dazu gibt es Zander oder Meeresfrüchte-Spezialitäten. „Wir braten die Garnelen in Zitronenöl und flambieren sie mit Rohrzucker und Tequila“, sagt Restaurantleiter Jens Wingerath über einen der Fisherman’s-Klassiker. Gerne bestellt wird auch der Fisherman’s-Filet-Teller mit dreierlei Fischfilets von Zander, Kabeljau und Lachs auf Rahmwirsing, so Wingerath.

Fisherman’s, Eisenhammerweg 20, Tegel, U6 Borsigwerke, Alt-Tegel, S25 Tegel, tägl. 12–22 Uhr, Tel. 43 74 64 70, www.fishermans-berlin.de

9. Moabit: Die Fischplatte für zwei Personen gehört zu den Rennern

„Fish & Chips mit Rotbarsch, Kabeljau, Scholle oder anderen Fischen, Bouillabaisse und die Fischplatte für zwei gehören zu den Rennern“, sagt Thomas Forcher. Der Chef vom „Fischladen“ in Prenzlauer Berg hat vor zwei Jahren eine Filiale in der Arminusmarkthalle eröffnet: einen Frischfischstand mit Imbiss und das „Hofladen“-Restaurant mit Fisch- sowie österreichischer Küche. Am Fischstand gibt es täglich zwei Gerichte (5,90–6,90 Euro), etwa Bismarckhering mit Bratkartoffeln.

Arminiusmarkthalle, Arminiusstr. 2–4, Moabit, U Turmstraße, Mo.–Sbd. 8–20 Uhr, Hofladen Mi.–Sbd. 11.30–21 Uhr, Tel. 0178-180 01 01, www.markthalleberlin.com

10. Pankow: 50 bis 100 Fischsorten in der meterlangen Theke

Im Fischbecken sprudelt eine kleine Fontäne, die meterlange Theke ist je nach Jahreszeit mit 50 bis 100 Fischsorten bestückt und in der Fischbratküche wird, wie jeden Donnerstag, grüner Hering mit Bratkartoffeln (7,50 Euro) zubereitet. Draußen hängt ein Mitarbeiter Heilbuttstücke für fünf bis sechs Stunden in den Räucherofen. „Wir sind seit elf Jahren auf regionalen Fisch spezialisiert, kooperieren mit Fischern und Fischereigenossenschaften an der Müritz und der Ostsee“, sagt Geschäftsführer Michael Moritz Fleck.

Berliner Fischmarkt, Rothenbachstr. 48–50, Pankow, S2, 8 Pankow-Heinersdorf, Bus X54 Prenzlauer Promenade/Granitzstraße, Mo.–Fr. 8–19 Sbd. 8–14 Uhr, Tel. 47 03 58 48, www.berliner-fischmarkt.de

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