25 Jahre Mauerfall

DDR-Führung hebt nach Protest verschärfte Reiseregelung auf

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Mit der Aufhebung der verschärften Reiseregelung, die seit Beginn des Jahres 1989 gilt, will die DDR-Führung auf Proteste und Kritik aus der Bevölkerung reagieren. Am 30. März informierte der für Kirchenfragen zuständige Staatssekretär Kurt Löffler den Konsistorialpräsidenten Manfred Stolpe und andere Kirchenvertreter über die neue Verordnung. Sie soll Missverständnisse ausräumen und klare, für den Bürger kontrollierbare Regelungen schaffen.

Privatreisen zu Tanten, Onkeln, Nichten und Neffen in den Westen können künftig auch wieder von nicht blutsverwandten Ehepartnern beantragt werden, Schwerbeschädigte dürfen von einer Person begleitet werden. Außerdem können DDR-Bürger, sollte es bei der Westverwandtschaft einen Pflegefall geben, mehrmals reisen. Löffler habe betont, so würden Willkürentscheidungen örtlicher Organe ausgeschlossen.