Auf diesen Rekord hätte Berlin ohne Zweifel gern verzichtet. Doch die Kriminalstatistik der Berliner Polizei ist eindeutig. Die Zahl der Todesopfer, die durch häusliche Gewalt ums Leben gekommen sind, hat einen neuen Höchststand erreicht.

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Im Jahr 2025 verloren 24 Menschen ihr Leben (13 Frauen, elf Männer). Dies berichtet der RBB unter Berufung auf die Polizeistatistik. Juristisch gesehen geht es um Mord, Totschlag, fahrlässige Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge. 2024 lag die Zahl der Todesopfer in Berlin noch bei 17.

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Auch die häuslichen Gewalttaten abseits der Todesfälle haben in der Hauptstadt zugenommen. Mehr als 20.000 Opfer wurden in Berlin registriert. Das ist ein Anstieg um rund fünf Prozent. In Brandenburg hat laut der Statistik die Zahl der häuslichen Gewalttaten zwar von 7100 auf 6800 abgenommen (zehn Tote). Seit 2021 ist jedoch auch hier ein Anstieg zu verzeichnen. Insgesamt gilt hier wie in allen Bundesländern: 70 Prozent der Opfer sind Frauen

Polizistinnen und Polizisten in Berlin werden speziell geschult

Die Dunkelziffer dürfte noch um einiges höher liegen. Viele Betroffene vermeiden es aus Angst oder Abhängigkeit dem Partner oder der Partnerin gegenüber, den Fall anzuzeigen. Der RBB berichtet von einem Paar aus Marzahn-Hellersdorf, bei dem der Mann seiner Partnerin gedroht habe, sie mit Säure zu überschütten und ihre Leiche zu zerstückeln.

Als der Fall vor dem Kriminalgericht Moabit verhandelt wurde, verweigerte die Frau die Aussage. Da sie inzwischen mit dem Angeklagten verlobt war, durfte sie die Aussage gegen ihn verweigern. Laut RBB brauche eine Frau im Durchschnitt sieben Jahre, um sich aus einer durch Gewalt belasteten Beziehung lösen zu können.

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In Berlin werden Polizistinnen und Polizisten seit März dieses Jahres von der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen geschult. Bei entsprechender Gefahrenlage können die Beamtinnen und Beamten mutmaßlichen Gewalttätern erlauben, die gemeinsame Wohnung für 28 Tage nicht mehr zu betreten oder sich den Betroffenen zu nähern.

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