Es wäre ein Coup gewesen, zumindest für die Öffentlichkeit: Die Grünen wollten die Aktivistin Luisa Neubauer für die Koalitionsverhandlungen in Berlin gewinnen. „Es gab einen Kontakt mit ihr“, sagte ein Sprecher der Grünen-Fraktion auf Nachfrage. Letztlich wurde aber nichts aus dem Plan. „Sie hatte keine Zeit, das war der einzige Grund“, so der Sprecher. Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ über die Beinahe-Personalie berichtet.

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Welche konkrete Rolle Neubauer in den Verhandlungen spielen sollte, ob sie etwa – das wäre die naheliegendste Variante – als Teil der Facharbeitsgruppe „Klima, Umwelt und Energie“ angefragt war, wollte der Sprecher nicht sagen. Neubauer ist Grünen-Mitglied und hätte als solches an den Verhandlungen teilnehmen können.

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Klimapolitik soll ein Fokus der rot-grün-roten Koalition werden

Klimapolitik soll einer der Schwerpunkte des geplanten rot-grün-roten Bündnisses in Berlin sein. Wenn die führenden Köpfe der möglichen Koalition stichpunktartig ihre zentralen Vorhaben nennen, dann fällt verlässlich auch die „Klimagerechtigkeit“. Es geht den drei Parteien insbesondere auch darum, die sozialen Folgen des Klimawandels abzufedern. Berlin soll zu einer „Vorreiterin der klimagerechten Modernisierung“ gemacht werden. Mit „Entsiegelung, Baumschutz und Regenwasserrückhalt“ soll die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegen die zunehmende Hitze gestärkt werden. Der Fokus der Koalition liegt auf den oft sozial schwachen Gebieten, in denen die Umweltbelastungen häufig am höchsten sind.

Die Details der klimapolitischen Vorhaben müssen die Grünen nun also ohne Neubauer, die vor allem als Gesicht der Bewegung „Fridays for Future“ bekannt ist, verhandeln. Die Facharbeitsgruppe der Grünen wird von dem ehemaligen Abgeordneten Benedikt Lux geleitet.