Es soll eines der höchsten Gebäude in Berlin werden. Nach dem Estrel-Tower in Neukölln (176 Meter) wäre es das zweithöchste der Hauptstadt. Doch der geplante, 167 Meter hohe Wohnturm an der Rudolfstraße in Friedrichshain-Kreuzberg stößt nicht nur bei den Anwohnern auf Kritik.

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Nun äußern auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Bedenken. Dies geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen auf die schriftliche Anfrage des Abgeordneten Michael Efler (Die Linke) hervor. Die BVG gehe „von einem Schadensrisiko und potenziellen Auswirkungen auf den U-Bahnbetrieb im unmittelbaren Umfeld aus“, heißt es in der Antwort.

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BVG sieht ihre Wagenhalle durch Bodenabsenkungen gefährdet

Darüber hinaus sieht die BVG ihre Wagenhalle am Bahnhof Warschauer Straße in unmittelbarer Nähe des geplanten Baus gefährdet. Hintergrund sind laut erstellter Gutachten die durch den Bau des Mega-Projekts zu erwartenden Setzungen im Boden. Das bedeutet, dass sich der Baugrund aufgrund des zusätzlichen Gewichts des neuen Gebäudes absenkt. Dies gelte nicht nur für das Hochhaus-Projekt, sondern auch für das benachbarte Hotelprojekt in der Rudolfstraße.

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Für die BVG wird es ein Wettlauf mit der Zeit. Denn einerseits werden solche Schutzvereinbarungen, wie sie die BVG erwirken will, mit den Investoren solcher Bauprojekte direkt abgeschlossen. Damit diese Vereinbarungen gültig sind, müssen sie laut Senatsverwaltung vor Baubeginn abgeschlossen sein. Die Verhandlungen seien „in der abschließenden Phase“, wie es in der Antwort heißt.

An der Rudolfstraße sollen 1000 Wohnungen entstehen

Andererseits hat der noch amtierende Senat nach der Abgeordnetenhauswahl Fakten geschaffen. Nachdem die Voranfrage nach dem sogenannten Bau-Turbo, der Planungs- und Genehmigungsverfahren im Wohnungsbau erheblich beschleunigen soll, vom Bezirksamt abgelehnt wurde, legten die Investoren dagegen Widerspruch ein. Diesem wurde von der Senatsverwaltung „mit Bescheid vom 29. September 2026 in vollem Umfang stattgegeben“, heißt es.

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Mit dem Wohnturm an der Rudolfstraße soll ein Gebäudeensemble mit Hotel, Läden, Dienstleistung, Kita und 1000 Wohnungen entstehen. Circa ein Drittel davon wäre mietpreis- und belegungsgebunden. Der Rest soll frei finanziert werden.